Einrichtung des DSL-Routers

Internetzugang (180px)
So schützen Sie Ihren Internetzugang
Für viele ist der heimische DSL-Zugang das Tor zum Internet. Damit dieser aber nicht zum Einfallstor für Schadprogramme und andere Eindringlinge wird, müssen einige Sicherheitseinstellungen im DSL-Router vorgenommen werden. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Hand anlegen müssen.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Einstellungen Sie an Ihrem DSL-Router vornehmen müssen, um ihren Internetzugang zu Hause gegen Eindringlinge abzusichern. Da sich die verschiedenen DSL-Router-Modelle auf dem Markt zum Teil erheblich in Funktionsumfang und Benutzerführung unterscheiden, können wir an dieser Stelle nur ganz allgemeine Ratschläge geben. Wie Sie diese in Ihrem DSL-Router umsetzen, entnehmen Sie bitte dem Handbuch zu Ihrem Gerät. In der Regel können Sie dieses auch in digitaler Form von der Internetseite des Herstellers herunterladen.

Je nach DSL-Anbieter kann es sein, dass Sie nur ein DSL-Modem ohne Router-Funktionalität erhalten haben. Wollen Sie dennoch mehrere Computer in einem Heimnetzwerk mit dem Internet verbinden, müssen Sie einen separaten Router, z.B. WLAN-Router, an das DSL-Modem anschließen. Die nachfolgend genannten Einstellungen nehmen Sie dann entsprechend im Router vor.

Der erste Schritt: Eine Verbindung zum Router herstellen

Die Konfiguration des DSL-Routers erfolgt über ein im Router vorhandenes Konfigurationsmenü. Das Konfigurationsmenü können Sie von Ihrem Computer aus aufrufen. Verbinden Sie dafür zuerst Ihren Computer über ein Netzwerkkabel mit dem DSL-Router. Auch wenn Ihr Router WLAN anbietet, sollte diese Verbindung aus Sicherheitsgründen nicht drahtlos über WLAN hergestellt werden. Denn notwendige Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung sind unter Umständen noch nicht eingestellt.

Ist der Computer mit dem DSL-Router verbunden, so können Sie das Konfigurationsmenü mit Ihrem Browser wie eine gewöhnliche Internetseite aufrufen. Dazu müssen Sie die aus Nummern bestehende IP-Adresse des DSL-Routers (z.B. http://192.168.0.1) in die Adresszeile des Browsers eintragen. Die vom Hersteller voreingestellte IP-Adresse des DSL-Routers steht in der Regel im mitgelieferten Benutzerhandbuch oder lässt sich direkt auf dem Gerät – beispielsweise vom Typenschild – ablesen.

Manche Router-Hersteller bieten auch spezielle Software zur Konfiguration des Routers an. Diese wird in der Regel auf einer CD mit dem DSL-Router mitgeliefert und muss auf dem Computer installiert werden. Erst danach kann man den Router mit der Software konfigurieren.

Verbindung hergestellt: Auf der Startseite anmelden

Haben Sie die Verbindung zwischen Ihrem Computer und dem DSL-Router erfolgreich hergestellt, erscheint im Browser die Startseite des Konfigurationsmenüs. Um sicherzustellen, dass kein Unbefugter Änderungen an der Konfiguration des Routers vornehmen kann, ist der Zugang zum Konfigurationsmenü meist mit einem Passwort gesichert. Daher müssen Sie an dieser Stelle den passenden Benutzernamen und das zugehörige Passwort eingeben. Die voreingestellten Zugangsdaten sind hier ebenfalls dem Gerät oder Benutzerhandbuch zu entnehmen.

Nach erfolgreicher Anmeldung: Sicherheitseinstellungen anpassen

Ein Tipp vorweg: Es ist hilfreich, sich alle Schritte und Änderungen auf einem Blatt Papier zu notieren. Will man später erneut Änderungen vornehmen, helfen die Notizen beim Vorgehen.

  • Router-Passwort ändern: Der Zugriff auf den DSL-Router ist durch Benutzername und Passwort gesichert. Das voreingestellte Passwort lässt sich in der Regel anhand des Gerätetyps leicht erraten oder im Internet heraussuchen. Sie sollten das Standard-Passwort deshalb durch ein neues, von Ihnen gewähltes Passwort, ersetzen. Beachten Sie dabei bitte die Anforderungen an sichere Passwörter.
  • NAT einschalten: NAT steht für „Network Address Translation“ und bezeichnet die automatische Umwandlung der nach außen sichtbaren Internetadresse Ihres Internetanschlusses in lokal verwendete IP-Adressen für Ihre Endgeräte. Dadurch ist nur der Router nach außen hin sichtbar. Ihr Computer (und andere Geräte dahinter in Netzwerk) bleiben dagegen für andere im Internet verborgen.
  • Firewall aktivieren und konfigurieren: Um Angreifer aus dem Internet daran zu hindern, auf Ihren Computer oder Ihr lokales Netzwerk zuzugreifen, verfügen die meisten DSL-Router-Modelle über eine integrierte Firewall. Überprüfen Sie im Konfigurationsmenü des DSL-Routers, ob die Firewall eingeschaltet ist und aktivieren Sie sie gegebenenfalls. Anschließend sollten Sie die Firewall nach Ihren Bedürfnissen anpassen. Dazu müssen Sie sogenannte Filterregeln aufstellen, die unter anderem angeben, über welche Ports mit dem Internet kommuniziert werden darf. Informationen und Hilfestellungen zur Einrichtung einer Firewall finden Sie in der Rubrik „Firewall“.
  • WLAN absichern: Bietet Ihr DSL-Router auch WLAN an, sollten Sie die WLAN-Funktion ebenfalls absichern, da sonst Unbefugte über das Funknetz Ihren Internetzugang mitbenutzen oder Zugriff auf Ihren Computer erhalten können. Wie Sie am besten vorgehen, um Ihr WLAN abzusichern, können Sie in der Anleitung „Einrichtung des WLAN-Routers“ nachlesen.
  • Zugriffsrechte auf USB-Geräte einschränken: Manche Router-Modelle bieten die Möglichkeit, USB-Festplatten oder -Sticks direkt an den Router zu schließen und als Speichermedium im Netzwerk zu verwenden. Unter Umständen sind diese aber auch vom dem Internet aus (per FTP-Server) zugreifbar. Stellen Sie die Zugriffsrechte so ein, dass nur lokale Nutzer auf die Geräte zugreifen dürfen.
  • Firmware aktuell halten: Führen Sie regelmäßig Updates der Router-Firmware durch, da in dieser Sicherheitslücken auftreten können, die es Angreifern erlauben, Sicherheitsfunktionen Ihres Routers zu umgehen. Solche Schwachstellen werden meist durch Sicherheitsupdates beseitigt.
  • Datenvolumen kontrollieren: Nutzen Sie einen Volumen-basierten Tarif, sollten Sie die übertragenen Datenmengen im Auge behalten, da sonst zusätzliche Kosten entstehen können. Die aktuelle Volumenübersicht können Sie in der Regel im Konfigurationsmenü des DSL-Routers einsehen. Manche Router-Modelle (z.B. AVM Fritzbox) bieten sogar die Möglichkeit, den Nutzer regelmäßig per E-Mail zu informieren.

Wie Sie die genannten Einstellungen im Einzelnen vornehmen können, entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres DSL-Routers.

Zu guter Letzt: Einstellungen sichern

Alle gemachten Änderungen müssen im DSL-Router gespeichert werden. Damit sie in Kraft treten, muss der DSL-Router unter Umständen neu gestartet werden. Ein Neustart erfolgt direkt aus dem Konfigurationsmenü heraus und führt zu einer Unterbrechung der Verbindung zwischen Ihrem Computer und dem Router. Sie müssen diese zuerst wiederherstellen (wie im ersten Schritt beschrieben), bevor weitere Änderungen an der Router-Konfiguration vorgenommen werden können. Neue Zugangsdaten, also Benutzername und Passwort, müssen dabei bereits berücksichtigt werden.

Der DSL-Router kann ausgeschaltet werden, ohne die gespeicherten Einstellungen zu verlieren. Anders sieht es dagegen bei einem sogenannten Reset durch Drücken des Reset-Knopfes am Gerät aus. Dieser setzt den DSL-Router wieder in seinen Ausgangszustand zurück. Dadurch gehen auch alle von Ihnen vorgenommenen Änderungen verloren. Manche Router-Modelle bieten die Möglichkeit, die aktuellen Einstellungen in Form einer Konfigurationsdatei auf Ihrem Computer zu speichern. Diese können Sie bei Bedarf über das Konfigurationsmenü des Routers wieder einspielen.