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Sicher surfen mit Google Chrome (Version 9 und früher)
Hinweis (April 2011)
Diese Anleitung bezieht sich auf ältere Google Chrome-Versionen bis einschließlich Version 9.
Die überarbeitete Fassung für die aktuelle Version von Chrome finden Sie hier: Sicher surfen mit Google Chrome 11
Google Chrome herunterladen und installieren
Sie können Google Chrome kostenlos von den Internetseiten des Unternehmens herunterladen. Dort finden Sie Installationspakete zur jeweils aktuellsten Version des Browsers für Windows, Mac OS X und Linux.
Google Chrome aktualisiert sich automatisch, sobald neue Updates zur Verfügung stehen. Daher müssen Sie sich nicht um Sicherheitsaktualisierungen für den Browser kümmern. War der Browser bereits geöffnet, bevor die Aktualisierung gestartet wurde, müssen Sie den Browser erneut starten, um die neue Version zu aktivieren.
Neben den üblichen Funktionalitäten eines Browsers bietet Chrome eine enge Anbindung an die vielen Online-Dienste, die Google anbietet. Um Googles Online-Dienste direkt in den Browser zu integrieren, können Sie entsprechende Erweiterungen für Google Chrome installieren. In dieser Anleitung beschränken wir uns allerdings auf den Browser und lassen die Erweiterungen außen vor.
Zur Verbesserung der Sicherheit und des Schutzes Ihrer persönlichen Daten beim Websurfen sollten Sie nach der Installation einige Änderungen in den Browsereinstellungen vornehmen. In den nachfolgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie Google Chrome optimal einrichten.
Sicherheitseinstellungen anpassen
Nachdem Sie Google Chrome installiert haben, sollten Sie aus Sicherheitsgründen vor der ersten Nutzung einen kurzen Abstecher in die Browserkonfiguration machen und einige Änderungen in den Sicherheitseinstellungen vornehmen.
Die wichtigsten sicherheitsrelevanten Einstellungen finden Sie in den „Google Chrome Optionen“. Öffnen Sie dazu das Hauptmenü über das Schraubenschlüsselsymbol (rechts oben in der Menüleiste) und wählen Sie den Menüpunkt „Optionen“. Beim Mac erreichen Sie das Einstellungsfenster über den Menüpunkt „Einstellungen“ im Menü „Chrome“.
Die „Google Chrome Optionen“ sind in drei Bereiche gegliedert. Für die Sicherheitseinstellungen sind in erster Linie die Registerkarten „Privates“ und „Details“ wichtig.
Auf der Registerkarte „Privates“ können Sie festlegen, wie Google Chrome mit Passwörtern und Webformularen umgehen soll. Die Speicherung von Passwörtern durch den Browser und die automatische Vervollständigung von Webformularen (AutoFill) erleichtern die Handhabung der verschiedenen Dienste im Internet. So müssen Sie nicht jedes Mal die passenden Zugangs- und Formulardaten von Hand eingeben.
In beiden Fällen gilt allerdings: Wird der Computer (mit dem selben Betriebssystem-Benutzerkonto) von anderen Personen genutzt oder handelt es sich um einen öffentlich zugänglichen Computer, dann sollten Sie die Speicherung von Passwörtern und Formulareingaben durch den Browser abschalten. Denn Ihre Zugangsdaten könnten sonst auch von anderen verwendet werden.
Einstellungen für verschlüsseltes Surfen
Im Abschnitt „Sicherheit“ auf der Registerkarte „Details“ können Sie die Option "Sperrung des Serverzertifikats überprüfen" aktivieren. Anhand des Zertifikats stellt Ihr Browser sicher, dass er mit dem „richtigen“ Server kommuniziert. Das Zertifikat darf allerdings nicht in die Hände anderer gelangen, da sich diese sonst für den Server ausgeben könnten. Besteht der Verdacht, dass dies geschehen sein könnte, wird das Zertifikat gesperrt, das heißt in eine Art Sperrliste eingetragen.
Durch Einschalten der genannten Option überprüft Chrome bei jeder verschlüsselten SSL-Verbindung (HTTPS-Verbindung), ob das vom Server übermittelte Zertifikat noch gültig ist oder bereits gesperrt wurde. Dies kostet zwar etwas Zeit, bietet aber ein höheres Maß an Sicherheit.
Die Kontrolle über Downloads behalten
Auf der Registerkarte „Details“ können Sie unter „Downloads“ einstellen, dass Sie vor dem Herunterladen von Dateien nach dem Speicherort gefragt werden. Haben Sie die entsprechende Option aktiviert, erscheint vor jedem Download ein Dialogfenster, in dem Sie den gewünschten Speicherort festlegen können. Dadurch verhindern Sie auch, dass Dateien unter Umständen ohne Ihr Wissen auf den Computer heruntergeladen werden.
Webseiteninhalte unter Kontrolle bringen
Eine Webseite besteht in der Regel aus einer Kombination von Texten, Bildern, multimedialen Inhalten und Programmcode (Skripten). Diese Inhalte stammen oft nicht allein vom Betreiber der Internetpräsenz sondern werden von Drittanbietern zugeliefert und eingebunden. Am häufigsten geschieht das bei der Anzeige von Werbung. Nicht in jedem Fall sind die zugelieferten Inhalte allerdings harmlos. Immer wieder kommt es auch vor, dass Übeltäter Sicherheitslücken ausnutzen, um bösartige Skripte oder andere Inhalte unterzuschieben. Aus diesem Grunde sollten Sie vorsichtig mit den Inhalten von Webseiten umgehen. Der Chrome-Browser unterstützt Sie dabei und erlaubt es Ihnen, die Anzeige von Inhalten kontrolliert zuzulassen oder zu verbieten.
Über die Schaltfläche „Content-Einstellungen“ auf der Registerkarte „Details“ gelangen Sie zu den Einstellungen für die Anzeige von Webseiteninhalten. Dort können Sie den Umgang mit Cookies, Bildern, JavaScript, Plug-ins und Pop-up-Fenstern regeln.
JavaScript gezielt einschränken
Weiter mit:
Unter dem Auswahlpunkt „JavaScript“ legen Sie fest, ob JavaScript grundsätzlich zugelassen oder blockiert werden soll. Da JavaScript mittlerweile von sehr vielen Webseiten verwendet wird, ist ein komplettes Abschalten nicht ratsam. Auf der anderen Seite ist ein uneingeschränktes Erlauben von JavaScript mit Sicherheitsrisiken verbunden.
Sie können den Einsatz von JavaScript gezielt einschränken, indem Sie die Option „Ausführung von JavaScript für keine Website zulassen“ aktivieren und dann Ausnahmen für vertrauenswürdige Seiten hinzufügen. Diese Ausnahmen jedes Mal von Hand einzutragen ist relativ umständlich. Einfacher geht es über ein kleines Symbol (eine Seite mit einem kleinen roten Kreuz) in der Adressleiste: Jedes Mal, wenn auf einer Internetseite JavaScript blockiert wurde, zeigt Chrome dieses Symbol in der Adressleiste an. Mit einem Klick auf das Symbol, haben Sie die Möglichkeit, eine Ausnahmeregel für diese Website zu erstellen und JavaScript zuzulassen (Hinweis: Sie müssen die Seite erneut laden, um die Änderung auf der Website greifen zu lassen).
Einstellungen für Bilder
Unter „Bilder“ legen Sie fest, ob Bilder auf Internetseiten automatisch angezeigt oder blockiert werden sollen. Bilder können unter Umständen dazu ausgenutzt werden, Ihr Surfverhalten auszuspionieren (als sogenannte Web-Wanzen) oder Schadcode auf Ihren Computer zu schleusen. Da allerdings die meisten Webseiten Grafiken einsetzen, schränkt die Option „Keine Bilder anzeigen“ den Surfkomfort sehr ein und ist daher nur sinnvoll, wenn aufgrund einer Sicherheitslücke eine Warnung und Empfehlung dazu ausgesprochen wurde. Über die Schaltfläche „Ausnahmen“ können Sie außerdem individuelle Regelungen für einzelne Webseiten festlegen.
Einstellungen für Pop-up-Fenster
Wählen Sie im linken Auswahlfenster den Punkt "Pop-ups", gelangen Sie zu den Einstellungen für Pop-up-Fenster. Die Einstellung „Anzeige von Pop-ups für keine Website zulassen“ ist hier bereits standardmäßig ausgewählt und kann im Normalfall auch beibehalten werden. Pop-up-Fenster werden häufig für Werbung eingesetzt und können das Surfen im Internet beeinträchtigen.
Chrome zeigt Ihnen mit einem kleinen Symbol (Fenster mit kleinem roten Kreuz) in der Adressleiste an, wenn Pop-up-Fenster blockiert wurden. Mit einem Klick auf dieses Symbol können Sie sich die blockierten Fenster anzeigen lassen. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, Pop-up-Fenster für diese Website grundsätzlich zuzulassen (Änderungen werden erst beim erneuten Laden der Seite aktiv). So können Sie einfach und gezielt reagieren, sollte eine Website ohne Pop-up-Fenster nicht richtig nutzbar sein.
Einstellungen für Plug-ins
Schließlich besteht die Möglichkeit, installierte Plug-ins für die Darstellung von Medieninhalten wie Flash- oder PDF-Dateien standardmäßig zu blockieren und nur für ausgewählte Ausnahmen zu erlauben. Dazu wählen Sie unter "Plug-ins" die Option „Verwendung von Plug-ins für keine Website zulassen“. Wenn Plug-ins blockiert wurden, zeigt Chrome das durch ein Symbol (Puzzle-Stück mit kleinem rotem Kreuz) in der Adresszeile an. Mit einem Klick auf diese Symbol können Sie Plug-ins für diese Website zulassen. Sie müssen auch hier die Webseite erneut laden, damit die Änderung zum Tragen kommt.








