Kindersicherung - surfen und spielen ohne Sorge

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Autor: 
Susanne Lang
Kindersicherung (180px)
Computernutzung der Kinder einschränken und kontrollieren
Wenn Kinder sich für Computer interessieren, ist das für ihren Lernprozess gut. Aber nicht jedes Spiel und nicht jede Uhrzeit ist kindgerecht. Wenn Sie Onlinezeiten oder Programme mit Kindersicherungen kontrollieren, können Sie Ihre Kinder mit ruhigem Gewissen an den Computer lassen.

Computer sind aus unserer aktuellen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Sie treten immer früher in unsere Leben. Inzwischen wachsen immer mehr Kinder ganz selbstverständlich mit Computer und Internet auf. Computerkenntnisse werden Teil der Allgemeinbildung.

Die Hersteller reagieren auf diese Entwicklungen: Kinder-PCs und Software für Kinder erobern die Kinderzimmer. Während Pädagogen noch um die besten Konzepte von Computerbildung streiten, müssen Eltern bereits Entscheidungen treffen: Wie oft soll das Kind den Computer nutzen? Welche Programme sind für die Entwicklung gut und förderlich? Welche Webseiten sollten Kinder lieber nicht besuchen? Die Entscheidung, was für Ihr Kind gut ist und was nicht, müssen Sie natürlich selbst treffen. Kindersicherungen können Ihnen dann bei der technischen Umsetzung Ihrer Entscheidung helfen.

Kindersicherung an Bord

Windows 7, Windows Vista und Mac OS X 10.4, 10.5 und 10.6 haben eine umfassende Kindersicherung bereits integriert. Sie brauchen keine zusätzlichen Programme installieren, sondern können mit ein paar Klicks die Kindersicherung pro Benutzerkonto bequem einstellen. Wenn Sie eine Kindersicherung mit erweiterter Funktionalität oder für andere Betriebssysteme suchen, müssen Sie zusätzliche Programme installieren.

Für Windows Betriebssysteme wie Windows 2000, Windows XP oder auch Windows Vista gibt es das kostenlose Programm „Parents Friends“, was eine umfassende kindgerechte Einschränkung Ihres Computers ermöglicht. Alternativ dazu können Sie das Programm „Kindersicherung 2010“ von Salfeld kaufen, was Sie zum Ausprobieren auch kostenlos herunterladen können. Für die Einrichtung von „Kindersicherung 2010“ finden Sie auf der Webseite der Hersteller ausführliche Hilfestellungen.

Für Ubuntu/Linux gibt es das Programm „Webcontentcontrol“, das allerdings noch in der Entwicklungsphase ist. Die Software ist zudem bislang nur in englischer Sprache verfügbar.

Neben der im Betriebssystem integrierten Kindersicherung gibt es unterschiedliche Software von Drittanbietern, die erweiterte Kindersicherungsfunktionen anbieten. Das sind detaillierte oder spezifische Inhaltsfilter, umfassendere Gerätekontroll- und Protokollierungsfunktionen, kombinierte Kindersicherungs- und Lehrangebote oder auch Kindersicherungs- und Spielkombinationen. Diese Software gibt es für unterschiedliche Betriebssysteme und als kostenloses, einmalig kostenpflichtiges oder auch als Angebot im jährlichen kostenpflichtigen Abonnement.

Auch einige Router haben Kindersicherungen bereits integriert. So können Sie Inhaltsfilter gleich für sämtliche im Netzwerk befindliche Computer einrichten, oder beispielsweise bestimmte Spiele oder Programme für alle Geräte im Netzwerk sperren.

Spielen unter automatischer Aufsicht

Auch einige Spielkonsolen bieten Ihnen Möglichkeiten, die Nutzung für Ihre Kinder entsprechend einzuschränken. Dazu gehören Sonys PlayStation 2 (nur für DVDs), PlayStation 3, die tragbare PlayStation Portable, Microsofts Xbox und Xbox 360 sowie Nintendos Wii und DSi.

Die Spiele für Konsolen sind mit einer elektronischen Altersempfehlung versehen. Diese Empfehlung werten die Kindersicherungen der Konsolen automatisch aus. Dadurch können Sie auf Ihrer Spielkonsole eine Altersgrenze für Spiele festlegen. Wenn Sie nur Spiele mit einer Altersempfehlung für Kinder von höchstens 12 Jahre zulassen, blockiert die Konsole alle Spiele mit höherer Altersempfehlung.

Kindersicherung - wie funktioniert das?

Kindersicherungen sind Programme, mit denen Sie die Nutzung des Computers für Ihre Kinder kontrollieren und einschränken können. Sie bieten meistens dreierlei Arten von Kontrollmechanismen an: Inhaltsfilter, Kontrolle der Art der Gerätenutzung und Überwachung der Benutzung.

  • Mit Inhaltsfiltern können Sie bestimmte, nicht kindgerechte Webseiten sperren. Oder sie können bestimmte Begriffe festlegen, nach denen Ihr Kind nicht im Internet suchen darf. Webseiten, auf denen diese Begriffe vorkommen, werden Ihrem Kind dann nicht mehr angezeigt.

  • Mit der Kontrolle der Art der Gerätenutzung können Sie bestimmen, wie Ihr Kind den Computer benutzt. So lassen sich hier Zeiträume festlegen oder ausschließen, an denen Ihr Kind den Computer bedienen darf. Nachtruhe oder eine maximale Online-Zeit pro Tag lässt sich hier bequem einstellen. Auch die Nutzung von Laufwerken oder ausgewählter Programme lässt sich hier einschränken.

  • Die Überwachungsfunktion lässt Sie nachvollziehen, wie und wann Ihr Kind den Computer nutzt. Sie können sich anzeigen lassen auf welchen Seiten Ihr Kind gesurft hat und welche Programme es benutzt hat.

Alle drei Kontrolloptionen können Sie beliebig miteinander kombinieren. So entscheiden Sie selbst, auf welche Art und Weise Sie für Ihre Kinder die Nutzung des Computers einschränken wollen.