Übersicht: TAN-Verfahren ausgewählter Banken

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Autor: 
Kei Ishii
Online-Banking (180px)
Weg von der Papierliste, hin zu Mobiltelefon und TAN-Generator
TAN-Verfahren (TAN = Transaktionsnummern) sichern Ihre Überweisungen beim Online-Banking. Die papiergebundenen iTAN-Verfahren sind unsicherer als die neueren Verfahren, die zur Übertragung der TAN das Mobiltelefon oder zur deren Erzeugung einen speziellen TAN-Generator verwenden. Die Übersicht zeigt für ausgewählte Banken, welche Verfahren sie derzeit anbieten.

Einführung: TAN-Verfahren der Banken

Beim Online-Banking über den Webbrowser werden so genannte Transaktionsnummern – kurz TAN – zur Bestätigung von Bankaufträgen verwendet. Hierzu werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt:

  • Das bisherige iTAN-Verfahren verwendet auf Papier gedruckte Listen mit TANs und Indexnummern, die die Bank dem Kunden zusendet. Wegen diverser Sicherheitsmängel werden sie vielerorts durch modernere Verfahren mit höherer Sicherheit abgelöst.

  • Die modernen Verfahren verwenden technische Geräte (Mobiltelefon, TAN-Generator) und binden eine konkrete TAN an den jeweiligen Bankauftrag. Zusätzlich ist die TAN nur für kurze Zeit gültig. Angreifer haben damit kaum Möglichkeiten, beispielsweise eine Überweisung zu manipulieren.

Die Übersicht zeigt, welche TAN-Verfahren von der jeweiligen Bank angeboten werden. Die spezifischen Bezeichnungen weichen dabei von Bank zu Bank ab. So wird etwa der TAN-Generator mit optischer Eingabe als „sm@rtTAN plus“, „sm@rtTAN plus/optic“, „chipTAN“ oder „chipTAN comfort“ angeboten. Die Tabelle enthält jeweils die Bezeichnung, unter der die Bank das Verfahren anbietet.

Quelle der hier gesammelten Informationen sind die jeweiligen Online-Präsenzen (Websites) der jeweiligen Banken bzw. Bankenverbände zum Zeitpunkt der Recherche (Oktober/November 2011). Wir danken außerdem den Gesprächspartnern beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband für die umfassende Auskunft zu ihren Verfahren.

TAN-Verfahren der Genossenschaftsbanken

Zu den Genossenschaftsbanken zählen unter anderem alle Volks- und Raiffeisenbanken, die PSD-Banken sowie die Sparda-Banken.

Die Volks-, Raiffeisen- und PSD-Banken bieten alle sowohl das „mobileTAN“-Verfahren (TAN per SMS zu Mobiltelefon) als auch das „smartTAN plus“-Verfahren (TAN-Generator mit Bank­karteneinschub und optischer Eingabe) an. Das papiergebundene iTAN-Verfahren wird spätestens zum Jahresende 2011 eingestellt.

Die Sparda-Banken bieten derzeit nur das papiergebundene iTAN-Verfahren sowie das „mobileTAN“-Verfahren über das Mobiltelefon an.

Anmerkung: In der Einführungsphase wurde für das Verfahren mit optischer Eingabe die Bezeichnung „smartTAN optic“ verwendet, während „smartTAN plus“ nur eine manuelle Eingabe der Auftragsdaten unterstützte. Inzwischen wird die Bezeichnung „smartTAN plus“ generell für das Verfahren und TAN-Generatoren mit optischer Eingabe verwendet.

Bank TAN/iTAN (Papier­liste) TAN-Verfahren mit Mobil­telefon TAN-Generator (Bank­karte + optische Eingabe) eTAN (ohne Bank­karte)
Alle Volks-, Raiffeisen- und PSD-Banken Einstellung zu Ende 2011 mobileTAN Sm@rt-TAN plus
Sparda-Banken iTAN mobileTAN

 

TAN-Verfahren der Sparkassen und öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute

Die Sparkassen-Gruppe hat die Umstellung von iTAN-Listen hin zu den modernen Verfahren weitgehend abgeschlossen. Technisch wird das iTAN-Verfahren für alle Sparkassen zum Ende Juni 2012 eingestellt.

Alle Sparkassen bieten unter der Bezeichnung „chipTAN“ das TAN-Generator-Verfahren mit Bank­kartenein­schub und optische Eingabe der Auftragsdaten an. Die meisten Sparkassen bieten zudem mit „smsTAN“ das TAN-Verfahren mit Mobiltelefon an.

Von den acht öffentich-rechtlichen Landesbanken bieten nur die LBBW (Baden-Württembergische Bank) und die NORD/LB direkt Girokonten für Privatkunden an. Sie werden daher in dieser Tabelle aufgeführt. Einige Landesbanken bieten das Privatgirogeschäft über eine Sparkasse oder eine Direktbank (siehe dort) an.

Bank TAN/iTAN (Papier­liste) TAN-Verfahren mit Mobil­telefon TAN-Generator (Bank­karte + optische Eingabe) eTAN (ohne Bank­karte)
Alle Sparkassen Technische Einstellung zum Ende 06/2012 smsTAN chipTAN
Baden-Württembergische Bank TAN-Generator
NORD/LB smsTAN chipTAN

 

TAN-Verfahren privater Geschäftsbanken mit Filialnetz

Von den untersuchten privaten Filialbanken hat einzig die Postbank die iTAN-Listen bereits durch neue Verfahren ersetzt. Die anderen Banken bieten noch überwiegend das papiergebundene iTAN-Verfahren an. Aber auch das TAN-Verfahren über das Mobiltelefon hält hier Einzug.

Bank TAN oder iTAN (Papier­liste) TAN-Verfahren mit Mobil­telefon TAN-Generator (Bank­karte + optische Eingabe) eTAN (ohne Bank­karte)
Commerzbank iTAN
Deutsche Bank iTAN mobileTAN
Hypovereinsbank (=Unicredit Bank) iTAN mobileTAN
Postbank mobileTAN chipTAN comfort
Santander Consumer Bank iTAN mobileTAN
Targobank iTAN mTAN

 

TAN-Verfahren von Direktbanken

Direktbanken betreiben kein eigenes Filialnetz. Die Kunden wickeln die Bankgeschäfte über das Telefon oder das Online-Banking ab. Wohl deswegen gibt es hier auch TAN-Verfahren wie beispielsweise das "Bankey" (Volkswagenbank) oder die "TAN-Box" (Wüstenrot direkt), die anderswo nicht vorzufinden sind.

Bank TAN oder iTAN (Papier­liste) TAN-Verfahren mit Mobil­telefon TAN-Gene­rator (Bank­karte + optische Eingabe) TAN-Gene­rator (Bank­karte) eTAN (ohne Bank­karte)
1822direkt iTAN SMS-TAN-Dienst
Allianz Bank iTAN
comdirekt iTAN
Cortal Consors mobileTAN TAN-Generator
DAB Bank mobileTAN
Deutsche Kreditbank (DKB) iTAN
finosdirekt iTAN mobileTAN
ING-DiBa iTAN mTAN
Netbank iTAN mobileTAN
SKG Bank iTAN smsTAN chipTAN comfort
Volkswagenbank iTAN Bankey [1]
Wüstenrotdirekt TAN-Liste TAN-Box [2]

 

[1] Das „Bankey“ der Volkswagenbank arbeitet ohne Bank­karte, aber – durch Eingabe der Empfängerkontonummer – mit Bindung an den Bankauftrag.

[2] Wüstenrotdirect bietet die „TAN-Box“ in zwei Verfahrensformen an: „SecureTAN“ ohne Bindung an den Bankauftrag, und „SecureTAN plus 1“ mit Auftragsbindung (manuelle Eingabe).