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Interview zum Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit in sozialen Netzwerken
Reinecke forscht an der Universität Hamburg zu der Frage "Was bedeutet es aus psychologischer Sicht, ein soziales Netzwerk zu nutzen?" Laut Reinecke bildet die Preisgabe von privaten Informationen den "Treibstoff" des social web. Nach dem Motto: "Hast du nichts Persönliches über dich zu berichten, bist du wahrscheinlich langweilig". Das Einstellen von persönlichen Informationen wird so zur Eintrittskarte in soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ.
"Das bedeutet für viele Nutzer häufig einen Spagat zwischen ihrem Bedürfnis nach Privatsphäre auf der einen Seite und ihrem Wunsch nach Austausch und Kommunikation auf der anderen Seite", so Reinecke.
Doch was bedeutet das aus psychologischer Sicht? Wie verändert sich die Wahrnehmung von Privatsphäre und Öffentlichkeit aus Sicht der Nutzer sozialer Netzwerke?
"Welche psychologischen Auswirkungen die ständige Verfügbarkeit von privaten Informationen auf das Bedürfnis der Nutzer nach Privatsphäre hat, ist bisher allerdings noch weitgehend unklar. Ob die Nutzung des Social Web sich also längerfristig in Form eines verminderten Bedürfnisses nach dem Schutz der eigenen Privatsphäre auswirkt oder aber zu einer erhöhten Sensibilisierung in Bezug auf die eigene Privatsphäre führt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt", führt Reinecke weiter aus.
Was wir in sozialen Netzwerken von uns preisgeben, seien es Meinungen, private Erlebnisse oder Hobbies, ist vermutlich aus Sicht vieler Nutzer eher für ihren eigenen kleinen Freundeskreis bestimmt. Oft wird übersehen, dass diese Informationen aber für jedermann im Netz offen sichtbar sind. Das hat viel mit unbedachtem und unkritischem Umgang mit Technologie zu tun, aber auch etwas mit den - oft bemängelten - technischen Einstellungen zu Sicherheit und Privatsphäre der sozialen Netzwerke. Diese sind meist eben per default auf "öffentlich" eingestellt und müssen erst vom Nutzer (teils mühevoll und unübersichtlich) auf "privat" gestellt werden.
Aus Sicht von Reinecke führt die anhaltende öffentlich Debatte über die Risiken von privaten Informationen im Internet zu einem steigenden Problembewusstsein bei den Nutzern von sozialen Netzwerken. Gleichzeitig sei jedoch die Unsicherheit im Umgang mit dem Thema hoch. Das ganze Interview bei "Surfer haben Rechte" zum Nachlesen: Soziale Netzwerke aus psychologischer Sicht
- Daniel Dietrich's blog
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leute , wenn ihr mal in ruhe und ernsthaftigkeit nachdenkt dann muesste euch doch bewusst werden das es solche speicherungen, mitlesen von mails und anderen...
Der Analyse, dass eine zentrale Schwachstelle vieler Anwendungen "vor der Tastatur" zu finden sei, kann man nur zustimmen. Etwas skeptischer bin ich jedoch bei...




