Mangelnde Nutzerfreundlichkeit bei Datenschutz-Tools

Anonym surfen mit Maske (60px)
Mit Hilfe von Browser-Einstellungen und -Erweiterungen können Internetnutzer selbst für einen besseren Schutz ihrer Privatsphäre beim Websurfen sorgen – soweit die Theorie. US-Forscher kritisieren in einer neuen Studie jedoch, dass Nutzer mit der Einrichtung dieser Werkzeuge schlichtweg überfordert sind.

"Alle neun von uns getesteten Werkzeuge haben ernste Schwächen in der Nutzerfreundlichkeit" lautet das Fazit von Lorrie Cranor, Leiterin des Forschungsgruppe von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, Pennsylvania.

Insgesamt 45, technisch unerfahrene Probanden mussten sich in Versuchen mit

  • den Datenschutzeinstellungen der Browser Firefox 5 und Internet Explorer 9,
  • dem Trackingschutz des Internet Explorer 9,
  • den Browser-Erweiterungen Ghostery 2.5.3, Adblock Plus 1.3.9 und TACO 4.0 sowie
  • den Opt-Out-Webseiten DAA Consumer Choice, Evidon Global Opt-Out und PrivacyMark auseinander setzen.

Unter anderem bemängeln die Forscher ungeeignete Voreinstellungen, unverständliche oder unzureichende Hilfestellungen und eine schlechte Benutzerführung in den Programmen.

Der Abschlussbericht zur Studie kann in englischer Sprache von der Website des Carnegie Mellon CyLab heruntergeladen werden.