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Windows: Surfspuren im DNS-Cache löschen
Nehmen wir zum Beispiel Webadressen. Diese haben in der Regel die Form www.eineadresse.de. Hinter einer solchen Webadresse verbirgt sich ein Webserver mit einer IP-Adresse. Wenn Sie in die Adresszeile Ihres Browsers die Webadresse eingeben, sorgt das Betriebssystem im Hintergrund dafür, dass Ihr Computer die richtige IP-Adresse ermittelt.
Was sind DNS-Anfragen?
Die Übersetzung von Webadressen in IP-Adressen - also von Adressen wie www.eineadresse.de in 178.122.16.24 - erfolgt durch DNS-Anfragen. Dabei schickt das Betriebssystem die Webadresse an einen ihm bekannten DNS-Server und bekommt als Antwort die passende IP-Adresse zurückgeschickt. Dieser Vorgang heißt DNS-Anfrage. DNS steht dabei für Domain Name System. Im Wikipedia-Artikel zum DNS wird beschrieben, wie das alles funktioniert.
Beim Websurfen wird praktisch jedes Mal, wenn Sie auf einen Link klicken, vom Betriebssystem eine DNS-Anfrage gestartet, um die richtige IP-Adresse für den Link zu ermitteln. Die dabei anfallenden Informationen - Webadressen und IP-Adressen - werden für längere Zeit auf Ihrem PC im DNS-Cache gespeichert. Der Grund: Wenn Sie eine Webadresse innerhalb von mehreren Tagen oder Wochen wiederholt aufrufen, kann Ihr Betriebssystem im DNS-Cache nachsehen, ob die passende IP-Adresse schon vorliegt. Wenn ja, dann kann es eine DNS-Anfrage sparen - und Sie können schneller surfen.
Risiko DNS-Manipulationen
Sollten allerdings die Informationen aus dem DNS-Cache (Cache bedeutet Versteck oder Pufferspeicher) in falsche Hände gelangen, verraten sie viel über Ihr Surfverhalten. Wenn es Übeltätern gar gelingen sollte, die Informationen im DNS-Cache zu manipulieren, können diese Sie unbemerkt auf gefälschte Websites umleiten. (Das wird dann als DNS-Poisoning oder DNS-Spoofing bezeichnet.)
Wenn Sie dieses Risiko verringern wollen, sollten Sie nicht nur gut auf Ihren PC aufpassen sondern auch von Zeit zu Zeit den DNS-Cache auf Ihrem PC aufräumen. Dazu löschen Sie darin einfach alle Informationen über Webadressen und IP-Adressen. Wie das unter Windows funktioniert, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
Was steht im DNS-Cache?
Um den DNS-Cache anzuzeigen, starten Sie zuerst die Eingabeaufforderung (auch DOS-Fenster genannt). Dort geben Sie folgenden Befehl ein: 'ipconfig /displaydns | more'. Daraufhin wird Ihnen der Inhalt Ihres DNS-Caches seitenweise angezeigt. Durch Drücken der Leertaste können Sie durch den Inhalt blättern und durch Drücken von q können Sie die Anzeige beenden.
Windows XP: Ausschnitt aus dem DNS-Cache
Sie sehen für jede abgerufene Website einen eigenen Eintrag. Darin steht jeweils unten die zugehörige IP-Adresse.
Wie leeren Sie den DNS-Cache?
Das Leeren des DNS-Caches funktioniert ähnlich einfach wie die Anzeige. Sie brauchen lediglich im Fenster der Eingabeaufforderung folgenden Befehl eingeben: 'ipconfig /flushdns'. Daraufhin leert Windows den DNS-Cache.
Wenn Sie nun noch einmal den Befehl 'ipconfig /displaydns | more' auführen, werden Ihnen fast keine Einträge mehr angezeigt. Die Einträge, die dennoch angezeigt werden, sind entweder lokal bei Ihnen in einer Datei gespeichert oder durch zwischenzeitliche Abrufe von Webseiten neu angelegt.
Warum stehen lauter Webadressen im DNS-Cache, die Sie nicht besucht haben?
Wenn Sie eine Weile im Web gesurft sind, haben sich eine ganze Menge Einträge im DNS-Cache angesammelt. Wenn Sie sich diese mit 'ipconfig /displaydns | more' anzeigen, werden Ihnen etliche Adressen unbekannt vorkommen - diese Websites haben Sie doch nie besucht...
Die Erklärung dafür ist, dass viele Websites nicht nur eigene Inhalte anbieten, sondern auch fremde Inhalte einbinden. Werbeanzeigen sind ein Beispiel dafür. Wenn diese fremden Inhalte von anderen Websites kommen, landen deren Adressinformationen ebenfalls in Ihrem DNS-Cache. Wenn Sie das vermeiden wollen, müssen Sie einen Werbeblocker benutzen und die entsprechenden Websites sperren.
- Robert A. Gehring's blog
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Neueste Kommentare
leute , wenn ihr mal in ruhe und ernsthaftigkeit nachdenkt dann muesste euch doch bewusst werden das es solche speicherungen, mitlesen von mails und anderen...
Der Analyse, dass eine zentrale Schwachstelle vieler Anwendungen "vor der Tastatur" zu finden sei, kann man nur zustimmen. Etwas skeptischer bin ich jedoch bei...




