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Microsoft verklagt Unternehmen wegen „Scareware“-Vertrieb
Am Wochenende hatte es die New York Times erwischt. Mit Hilfe einer manipulierten Werbeanzeige gaukelten Betrüger den Lesern der renommierten US-Tageszeitung vor, ihr Computer wäre mit einem Virus infiziert. Dazu wurde den Lesern ein Pop-up-Fenster präsentiert, in dem neben einer Viren-Warnung ein Link zu einer anderen Website angezeigt wurde. Hinter diesem Link verbarg sich jedoch nicht die versprochene Antiviren-Software, sondern eine Schadsoftware.
Zwischenfälle dieser Art mit "Scareware", das heißt mit Programmen, die Angst machen und zum Kauf oder zur Installation von anderer Software verleiten sollen, häuften sich in jüngster Vergangenheit. Der Softwarehersteller Microsoft hat deshalb in den USA die Initiative ergriffen. Gestern reichte Microsoft Klagen gegen fünf Unternehmen ein, die "Schadsoftware verbreiten oder betrügerische Websites betreiben, die ahnungslosen Internetnutzern Scareware andrehen". Das berichtet Microsoft-Rechtsberater Tim Cranton in einem Blog-Eintrag.
Von den Klagen betroffen sind die Unternehmen DirectAd, Soft Solutions, qiweroqw.com, ote2008.info und ITmeter. Cranton erklärt, dass Microsoft sich von den Klagen erhoffe, die Verbreitung betrügerischer Anzeigen in Zukunft eindämmen zu können. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Wenn Sie sich möglichst gut vor Scareware schützen wollen, sollten Sie zusammen mit Ihrem Webbrowser einen Werbeblocker einsetzen. Darüber hinaus sollten Sie in den Browser-Einstellungen Pop-up-Fenster blockieren. Denken Sie auch daran, Ihr Antiviren-Programm stets aktualisiert zu halten.
Wenn Ihnen eine Website überraschend eine Viren-Warnung präsentiert, sollten Sie davon ausgehen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Verlassen Sie diese Website und folgen Sie auf keinen Fall einer Aufforderung, von dort Software zu installieren.




