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Online-Werbung: US-Unternehmen stellen Opt-out-Icon vor
Das neue Icon trägt den Namen "Advertising Option Icon". Es soll in Zukunft Online-Werbeanzeigen kennzeichnen, die aufgrund einer Analyse des Online-Verhaltens von Surfern geschaltet wurden (engl. "behavioral targeting").
Durch einen Klick auf das Icon, das die Form eines blauen "i" in einem blauen Dreieck hat, gelangen die Websurfer auf eine spezielle Webseite. Dort können sie angeben, dass sie in Zukunft keine verhaltensbasierte Werbung erhalten wollen ("Opt-out"). Außerdem sollen interessierte Verbraucher auf der Seite ausführliche Informationen zur verhaltensbasierten Werbung finden können.
Selbstregulierung statt Regulierung
Die Digital Advertising Alliance ist ein Zusammenschluss mehrerer großer Verbände von US-Werbeunternehmen. Mit der neuen Initiative wollen die Werbedienstleister einer Regulation durch die Handelsaufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) zuvorkommen. Die FTC hatte in der Vergangenheit mehrfach scharfe Kritik an der ihrer Meinung nach unzulänglichen Praxis der Selbstregulierung in der Online-Werbeindustrie geübt.
Als Reaktion auf die deutlichen Worte der FTC hatten die Verbände im vergangenen Jahr angekündigt, ihre Bemühungen zur Selbstregulierung zu intensivieren. Das "Advertising Option Icon" ist nun der erste sichtbare Schritt auf dem Weg zur Umsetzung neuer Selbstverpflichtungen. Betroffen sind von der Initiative rund 5.000 Unternehmen, die Mitglieder in den beteiligten Verbänden sind.
Kritiker weiter skeptisch
Für die Überwachung und Durchsetzung der Selbstverpflichtungen werden die Direct Marketing Association und die Better-Business-Bureaus-Gruppe zuständig sein. Sie wollen die betroffenen Unternehmen in Seminaren über ihre neuen Pflichten und deren konkrete Umsetzung informieren. Die Kontrolle der Einhaltung der Selbstverpflichtungen soll im kommenden Jahr beginnen.
Ob die aktuelle Initiative der Digital Advertising Alliance ausreichend sein wird, um die FTC zufriedenzustellen, bleibt abzuwarten. Industriekritiker bleiben skeptisch. So zitiert die New York Times Pam Dixon vom World Privacy Forum mit den Worten: "Das ist bloß die neueste Version einer langen Reihe gescheiterter Versuche der Selbstregulierung. Was wir brauchen ist, dass die Regierung handelt und der Industrie Regeln vorgibt."




