20 Sicherheitslücken in Mac OS X

Mailen
Drucken

Der Sicherheitsexperte Charlie Miller will 20 Sicherheitslücken im Betriebssystem Mac OS X gefunden haben. Dennoch seien Mac-OS-X-Nutzer vergleichsweise sicher.

Wie das Nachrichtenportal heise online heute in der Rubrik heise Security berichtet, soll der Sicherheitsexperte Charlie Miller im Betriebssystem Mac OS X 20 Sicherheitslücken gefunden haben. Dabei soll es sich um Lücken handeln, die dem Mac-OS-X-Hersteller Apple bislang unbekannt sind. Genaueres will Miller erst auf der Sicherheitskonferenz CanSecWest bekannt geben, die kommende Woche im kanadischen Vancouver stattfindet.

In seinem Vortrag auf der CanSecWest will Charlie Miller zeigen, welche der gefundenen Fehler das System zum Abstürzen bringen und welche sich entfernt von Angreifern ausnutzen lassen, wie zum Beispiel über das Internet.

heise gegenüber äußerte Miller, dass er die angesprochenen Sicherheitslücken in so genannten Closed-Source-Programmen gefunden hat. Das sind Programme, bei denen der Hersteller den in einer Programmiersprache geschriebenen Text des Programms, der Quelltext genannt wird, geheim hält. Miller räumt aber auch ein, dass die vielen Open-Source-Programme bei Mac OS X Sicherheitslücken beinhalten könnten. Bei Open-Source-Programmen stellt der Hersteller den Quelltext zur Verfügung.

Millers Meinung nach, sei Mac OS X prinzipiell eher ein unsicheres Betriebssystem. Dennoch seien die Nutzer vergleichsweise sicher, da sich die Entwickler bösartiger Software auf Systeme mit einer größeren Nutzerzahl konzentrieren, wie zum Beispiel Windows. Laut heise bemüht Miller den Vergleich: „Mac OS X ist wie das Landleben auf einem Bauernhof ohne Türschlösser, und Windows ist wie das Leben hinter vergitterten Fenstern im Elendsviertel der Stadt.“