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Stiftung Warentest kritisiert Datenschutzmängel bei sozialen Netzwerken
Die Stiftung Warentest hat eine Reihe von sozialen Netzwerken unter die Lupe genommen. Dabei traten zum Teil gravierende Mängel beim Datenschutz und bei der Datensicherheit zu Tage. Keine einzige Plattform war ohne Mängel.
In ist, wer drin ist. Nach diesem Motto melden sich viele Menschen bei sozialen Netzwerken an. Besonders Kinder und Jugendliche nutzen schuelerVZ, studiVZ und andere Netzwerke täglich, um ihre Kontakte zu pflegen oder neue Leute kennenzulernen. Doch wie halten es die Netzwerke mit dem Datenschutz? Das hat die Stiftung Warentest untersucht. Die Ergebnisse wurden jetzt vorgestellt und sie sind wenig erfreulich ausgefallen.
Untersucht wurden insgesamt 10 soziale Netzwerke von Betreibern aus Deutschland und den USA. Die Bewertung der Netzwerke erfolgte an Hand von sechs Kriterien: Organisation und Transparenz, Umgang mit Nutzerdaten, Datensicherheit, Nutzerrechte, Jugendschutz und Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
Keines der untersuchten Netzwerke war mängelfrei. Am Besten schnitten mit der Bewertung „einige Mängel“ schuelerVZ und studiVZ ab. Auf den letzten drei Plätzen landeten mit der Bewertung „erhebliche Mängel“ Facebook, LinkedIn und Myspace. Alle drei Netzwerke haben ihre Heimat in den USA, wo dem Datenschutz geringere Bedeutung zugemessen wird.
In einer Presseerklärung kommentiert die Stiftung Warentest: „Positive Beispiele sind die Netzwerke studiVZ und schülerVZ, die dem Nutzer Einflussmöglichkeiten auf die Verwendung seiner Daten bieten und sie kaum an Dritte weitergeben.“
Vergleichsweise schlecht bestellt ist es auch um die Sicherheit der auf den Plattformen gespeicherten, persönlichen Daten. Dazu die Stiftung Warentest: „Bei einigen Netzwerken hat es nur wenige Tage gedauert, bis die Stiftungsmitarbeiter mit relativ einfachen Mitteln jedes beliebige Nutzerkonto übernehmen und auf die gespeicherten Daten zugreifen konnten.“
Wer sich bei sozialen Netzwerken anmeldet, sollte also stets im Hinterkopf behalten, dass seine Daten dort nicht so sicher wie in einem Banktresor gelagert sind. Im Zweifel sollten Sie daher lieber weniger als zu viele persönliche Informationen von sich und anderen preisgeben. Sie wissen nie, in welche unbefugten Hände die Informationen womöglich einmal gelangen könnten.






