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Ökotest: Datenschutz bei Facebook, Google, Twitter & YouTube „ungenügend“
Die Zeitschrift Ökotest hat den Datenschutz ausgewählter sozialer Netzwerke und Internetdienste untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Nur die untersuchten deutschen Anbieter schneiden „sehr gut“ ab. US-amerikanische Anbieter nehmen es hingegen mit dem Datenschutz oft nicht so genau.
Facebook ist ohne Zweifel der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken. Rund 400 Millionen Erdenbürger haben sich bereits bei Facebook registriert. Aus Deutschland sollen rund neun Millionen Mitglieder kommen. Aber auch andere soziale Netzwerke haben Millionen Teilnehmer und täglich werden es mehr. Wer sich bei einem sozialen Netzwerk anmeldet, gibt nicht selten persönliche Daten von sich preis. Doch wie gehen die Betreiber der Netzwerke damit um? Wie halten sie es mit dem Datenschutz? Das wollte die Zeitschrift Ökotest genauer wissen und hat für ihre Mai-Ausgabe die Datenschutzbestimmungen mehrerer großer Anbieter unter die Lupe nehmen lassen.
Das Ergebnis ist zwiespältig ausgefallen. Auf der einen Seite gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, denen Ökotest die Note „sehr gut“ für den Datenschutz gibt. Denen stehen jedoch ebenso viele Anbieter gegenüber, die beim Datenschutz durchgefallen sind. Zu den mit „sehr gut“ bewerteten sozialen Netzwerken gehören die deutschen Anbieter SchülerVZ, StudiVZ und Xing. Ein „ungenügend“ bekam hingegen Facebook, das seinen Sitz in den USA hat.
Neben sozialen Netzwerken hat Ökotest auch den Datenschutz bei anderen Internet-Diensteanbietern untersucht. Mit „gut“ wurden Amazon und Ebay bewertet, mit „ungenügend“ Google, Twitter und die Google-Tochter YouTube.
Ökotest bewertet die ungenügenden Testergebnisse amerikanischer Anbieter so: „Besonders bedenklich ist, dass die Unternehmen mit Ausnahme von Twitter das Safe-Harbor-Abkommen unterzeichnet haben. Damit verpflichten sie sich eigentlich, das deutsche Datenschutzrecht zu beachten. Doch ganz offenbar sind solche Verträge das Papier nicht wert, auf dem sie unterschreiben sind bzw. die E-Mail nicht, mit der sie versandt wurden.“
Wer sich also bei Facebook, Twitter oder einem der anderen Dienste mit mangelhaftem Datenschutz anmeldet, sollte sich genau überlegen, welche persönlichen Daten er dort speichert. Im Zweifel sollten Sie lieber dem Grundsatz der Datensparsamkeit folgen und möglichst wenig von sich preisgeben. Oder aber, Sie suchen sich einen Anbieter, der den Datenschutz ernst nimmt.






