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Microsoft Windows in Zukunft mit freier Browserauswahl
Bisher hat Microsoft sein Windows-Betriebssystem standardmäßig mit dem hauseigenen Produkt Internet Explorer ausgeliefert. Während Windows auf dem Computer eingespielt wird, installiert sich der Internet Explorer automatisch mit. Andere Browserhersteller monierten: Die Entscheidung für den Verbraucher sei durch die Vorinstallation bereits getroffen.
„Für uns ist die heutige Entscheidung ein wichtiger Schritt zum Ende jahrzehntelanger Wettbewerbsstreitigkeiten in Europa“, so wird Microsofts Chefanwalt Brad Smith seit Mittwoch bei ZDNet.de zitiert. Die Wettbewerbsstreitigkeiten kamen letztendlich zustande, weil der Internet Explorer mit dem Installieren von Windows-Betriebssystemen automatisch auf den Computern der Verbraucher vorinstalliert wird. Nach Ansicht der Europäischen Kommission stellt dies einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung dar.
In Reaktion darauf hatte Microsoft der Europäischen Kommission einen Vorschlag für eine freie Browserauswahl für Windows unterbreitet. Nach Verhandlungen teilte die Wettbewerbskommissarin der EU Neelie Kroes gestern in Brüssel mit, dass die Europäische Kommission mit dem aktuellen Vorschlag zunächst zufrieden ist.
Die freie Browserauswahl soll es allen aktuellen und zukünftigen europäischen Windows-Nutzern ermöglichen, einen oder mehrere Wunschbrowser zu installieren. Bei zukünftigen Windows-Versionen, wie zum Beispiel Windows 7, sollen Computer-Hersteller den Internet Explorer deaktivieren und ein Konkurrenzprodukt installieren können.
Der Verbraucher könnte dann seinen Wunschbrowser über einen neuen Auswahlbildschirm bestimmen. Auf diesem Bildschirm stehen die zwölf in Europa meist genutzten Browser zur Auswahl bereit. Zu jedem der Browser werden Informationen angezeigt, die dem Verbraucher die Auswahl eines Browsers erleichtert.
Microsofts Lösungsvorschlag soll in den nächsten Wochen auf dem Markt getestet werden. Verbraucher, Computer- sowie Browser-Hersteller bekommen so die Möglichkeit, den Vorschlag zu prüfen. Im Falle einer Einigung von der Europäischen Kommission und Microsoft, würde diese für fünf Jahre gelten.
Die Europäische Kommission beschwerte sich bei dem Softwarekonzern Microsoft am 15. Januar 2009 über die Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung. Ziel der Europäischen Kommission ist die Förderung von Wettbewerb und Innovationen durch die freie Browserauswahl.






