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Falscher Virenschutz erpresst Lösegeld
Betrügerische Antiviren-Software macht seit einiger Zeit die Runde. Beim Surfen im Internet werden Nutzer beim Besuch infizierter Seiten durch gefälschte Viren-Warnungen genötigt angebliche Antiviren-Software zu installieren. Was installiert wird, ist vollkommen nutzlos. Jetzt haben sich Betrüger etwas Neues einfallen lassen: sobald die gefälschte Antiviren-Software installiert wird, wird Ihr Computer als Geisel genommen.
Wir berichteten vor ein paar Wochen bereits von dem vermehrten Vorkommen so genannter Scareware. Das ist Software, die den Benutzer durch falsche Viren-Warnungen erschrecken und einschüchtern soll. Die so beim Nutzer erzeugte Sorge und Angst wird schamlos ausgenutzt, um ihm Software aufzudrängen, die das Problem nicht löst, sondern nur Geld kostet. Nichts als Abzocke.
Inzwischen gibt es aber auch Varianten dieser Abzocke, die noch weiter gehen. Es bleibt nicht beim Erschrecken, sondern der Computer des Betroffenen wird als Geisel genommen.
Bekannt geworden ist diese neue Strategie mit dem gefälschten Antiviren-Programm „Total Security 2009“. Fällt der Nutzer auf den Betrug herein und klickt beim Surfen auf das angebliche Antiviren-Programm, dann wird der Computer des Betroffenen für ihn unbenutzbar. Jedes Mal wenn er versucht eine Datei zu öffnen oder eine Anwendung zu starten, wird dies mit dem Verweis auf eine angebliche Virus-Infektion verhindert. Erst wenn eine Seriennummer für das angebliche Antiviren-Programm zu einem Preis um 80 US-Dollar erworben wird, ist eine Nutzung des eigenen Computers wieder möglich.
Antiviren-Software Hersteller raten dringend ab, irgendeine Geldsumme an die Betrüger zu überweisen. Einige seriöse Antiviren-Software Hersteller, wie Panda Security, stellen inzwischen Seriennummern zur Verfügung, die den Zugang zum eigenen Computer wieder ermöglichen. Darauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen – letztendlich hilft lediglich ein wirksamer Virenschutz von einem seriösen Anbieter gegen solche Gefahren.
Hätten Sie's gewusst?
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