Nach Datenskandalen: XING will Maßnahmen ergreifen

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„Bei XING haben Sie Ihre Datensicherheit selbst unter Kontrolle“ heißt es im Blog des Sozialen Netzwerks XING. Genau das aber gibt Anlass zur Frage: Wieviel dieser Selbstkontrolle ist dem Nutzer zuzumuten?

Nach den neuerlichen Datenskandalen geraten soziale Netzwerke zunehmend in die Kritik, die Sicherheit und Privatsphäre Ihrer Nutzer nicht Ernst zu nehmen.

Ein wunder Punkt stellen die Voreinstellungen der meisten sozialen Netzwerke dar: wer nicht bewusst und sorgfältig seine Einstellungen zur Privatsphäre und Datensicherheit studiert und genau beschränkt, findet seine Daten schnell mal bei Google wieder. Die Betreiber des sozialen Netzwerk XING ziehen sich mit dem Hinweis auf mögliche Selbstkontrolle geschickt aus der Affäre – der Nutzer hätte es ja anders entscheiden können.

Peter Schink untersuchte in seinem Blog die Datensicherheit bei XING und fand durch eine einfache Google-Suche etwa 5.000 Profildaten, bei denen unklar ist, ob deren Inhaber sich wirklich für derart viel Öffentlichkeit entschieden haben. Nutzerfreundlicher wäre es, die standardmäßig vorgegebenen Einstellungen genau andersherum zu setzen: Im Normalfall wären damit die persönlichen Daten nicht öffentlich und erschienen in keiner Suchmaschine; nur nach expliziter Freigabe durch die Nutzer würden die Daten auch in Suchmaschinen angezeigt.

Der aktuelle Datenskandal um StudiVZ gibt Anlass für eine weitere Datenschutzproblematik. Ist auch bei XING möglich, was bei StudiVZ gerade für einen Skandal sorgte: dass ein XING-Mitglied möglicherweise Daten anderer Mitglieder mit unlauteren Absichten ausliest und am Ende gar verkauft? Auf dem offiziellen Blog verspricht XING, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Es bleibt abzuwarten, wie diese aussehen. Vorerst wird die Verantwortung vollständig auf den Nutzer gewälzt: Dieser solle seine Privatsphäre-Einstellungen überprüfen und gegebenenfalls ändern.