Ein besonderer Fall von Betrug beim Online-Banking ist in Belgien im Rahmen eines Gerichtsverfahrens publik geworden. Das Besondere an dem Fall ist, dass dabei das HBCI-Chipkarten-Verfahren ausgehebelt wurde, das als das sicherste Online-Banking-Verfahren gilt.
Mit Hilfe eines Trojaners auf dem Computer des Bankkunden generierten die Täter eine gefälschte Fehlermeldung, wenn dieser sich beim Online-Banking mit Hilfe eines Chipkartengeräts gegenüber der Bank autorisieren wollte. In der Fehlermeldung wurde der Kunde zur erneuten Eingabe des Autorisierungscodes (PIN) aufgefordert.
Die vom Kunden beabsichtigte Transaktion wurde dann im Hintergrund so geändert, dass Geld des Opfers – höchstens 4.000 Euro – auf ein Konto eines so genannten Geldmulis überwiesen wurde. Von dort aus wurde das Geld an die Betrüger und verschwand in Osteropa.