Betrug

Teilerfolg im Kampf gegen Abofallen

Abofallen-Betreiber konnten bislang mit Tricks Verbrauchern ungewollte Abonnements verkaufen, ohne mit ernsthaften Konsequenzen rechnen zu müssen. Diese Zeit scheint nun beendet. In einer wegweisenden Entscheidung hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/Main nun verfügt, dass ein Verfahren gegen Abofallen-Betreiber wegen des Tatbestandes des Betrugs eröffnet werden muss.

Zuvor hatte das Landgericht Frankfurt eine Klage nicht zugelassen, denn Preise und Geschäftsbedingungen seien schließlich im Kleingedruckten zu lesen gewesen. Dem widersprach nun das OLG in seinem Beschluss vom 17.12.2010 und ordnete eine Eröffnung des Verfahrens an.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, dann sehen sich die aktuell verklagten Betreiber einer Abofalle mit einer Mindeststrafe von sechs Monaten für gewerbsmäßigen Betrug konfrontiert.

Trojaner legt Online-Banking-Kunden in Belgien herein

Online-Banking Datenklau (60px)
Ein besonderer Fall von Betrug beim Online-Banking ist in Belgien im Rahmen eines Gerichtsverfahrens publik geworden. Das Besondere an dem Fall ist, dass dabei das HBCI-Chipkarten-Verfahren ausgehebelt wurde, das als das sicherste Online-Banking-Verfahren gilt.

Mit Hilfe eines Trojaners auf dem Computer des Bankkunden generierten die Täter eine gefälschte Fehlermeldung, wenn dieser sich beim Online-Banking mit Hilfe eines Chipkartengeräts gegenüber der Bank autorisieren wollte. In der Fehlermeldung wurde der Kunde zur erneuten Eingabe des Autorisierungscodes (PIN) aufgefordert.

Die vom Kunden beabsichtigte Transaktion wurde dann im Hintergrund so geändert, dass Geld des Opfers – höchstens 4.000 Euro – auf ein Konto eines so genannten Geldmulis überwiesen wurde. Von dort aus wurde das Geld an die Betrüger und verschwand in Osteropa.

Nach Betrug: mehr Sicherheit im Apples App Store

Apple App Store (60px)
Etwa 400 Nutzer des Apple iTunes Store sind nach Angaben des Unternehmens von einem Betrug betroffen. Über Ihre iTunes-Konten wurden vietnamesische Comic-Apps gekauft. Die Höhe des Gesamtschadens ist bislang nicht bekannt. Apple kündigt verbesserte Sicherheitsvorkehrungen an.

Verbraucherzentralen fordern: Abofallen sofort stoppen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert in seiner Pressemitteilung von der Bundesregierung, wirksamer gegen Kostenfallen im Internet vorzugehen. Bundesweit entsteht durch den Betrug mit vermeintlichen Gratis-Angeboten in privaten Haushalten ein jährlicher Schaden in Millionenhöhe.

Weihnachten – Feiertage auch für Online-Betrüger

Online-Shopping (60px) (Warenkorb)
Wer online einkauft, muss zur Weihnachtszeit besonders aufpassen. Online-Betrüger locken auf Webseiten mit billigen Angeboten. Je populärer der Artikel, desto größer ist die Gefahr, dass der Käufer statt der Ware Schadsoftware erhält oder komplett um sein Geld betrogen wird.

Betrüger sind zur Weihnachtszeit besonders aktiv, um Online-Käufer in die Falle zu locken. Mit Beginn der weihnachtlichen Einkaufszeit steigen auch die Warnungen von Sicherheitsunternehmen vor den Tricks der Betrüger.

Eine Liste der derzeit populärsten Produkte der Betrüger hat das Internet-Sicherheitsunternehmen F-Secure veröffentlicht.

Warnung vor gefälschtem IQ Test

Twitter (60px)
Der Anti-Viren-Software Hersteller Trend Micro warnt vor einem gefälschten IQ-Test, der über Twitter verbreitet wird. Dieser Intelligenz-Test versucht Mobilfunk-Telefonnummern ahnungsloser Benutzer zu erfassen und ihnen ein kostenpflichtiges Abonnement unterzujubeln.

Diese Art der Trickbetrügerei macht seit längerem die Runde: durch angeblich kostenlose Intelligenztests wird der Nutzer neugierig gemacht. Sobald der Test ausgefüllt ist, muss eine Mobiltelefonnummer angegeben werden, an die angeblich die Testergebnisse versendet werden. Mit dem Ausfüllen des Formulars wird jedoch gleichzeitig ein Abonnement abgeschlossen. Anschließend werden monatlich 10 US-Dollar über die Telefonrechnung abgebucht, berichtet die Online- Nachrichtenseite Komonews.com.

Neu ist, dass dieser Betrug über Twitter verschickt wird.

Nigerianische Behörden greifen hart gegen E-Mail-Betrüger durch

Böse E-Mail (60px)
In Nigeria wurden im Rahmen einer Polizei-Aktion gegen Scam-Versender Verhaftungen vorgenommen und rund 800 E-Mail-Adressen abgeschaltet, die für betrügerische Zwecke verwendet wurden. Das erklärte die Vorsitzende der nigerianischen Kommission gegen Finanz- und Wirtschaftsverbrechen (EFCC), Farida Waziri, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Ein System namens „Eagle Claw“ – Adlerkralle – soll künftig Scammern aus Nigeria das Handwerk legen helfen. Der jetzt erfolgte Schlag gegen diese Form der organisierten Kriminalität ist anscheinend der erste Testlauf für das neue System. Dazu sagte Farida Waziri gegenüber AFP: „Wir erwarten, dass 'Eagle Claw' innerhalb der nächsten 6 Monate zu 100 Prozent einsatzfähig ist. Es wird Nigeria aus der Top-10-Liste der Länder mit der höchsten Auftrittsrate betrügerischer E-Mails herausholen.“

Bei der Entwicklung von „Eagle Claw“ arbeitet die EFCC eng mit Microsoft zusammen.

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