IP-Adresse

Filesharing: Münchner Gericht sieht "rechtsfreie Räume im Internet"

Deutsches Recht
Internetprovider sind nicht verpflichtet, auf Grundlage des Urheberrechtsgesetzes die IP-Adressen von Filesharern *"auf Zuruf"* von Rechteinhabern zu speichern, hat das Landgericht München I entschieden. Der Gesetzgeber müsse die *"Regelungslücke"* schließen.

Wieder einmal hat sich ein deutsches Gericht mit dem Auskunftsanspruch von Paragraf 101 des Urheberrechtsgesetzes auseinandergesetzt. Ein Rechteinhaber aus der Filmbranche wollte einen DSL-Provider per einstweiliger Verfügung dazu zwingen, die IP-Adressen von Kunden, denen er den illegalen Upload von Filmen in Tauschbörsen vorwarf, auf Zuruf zu speichern. So wollte der Rechteinhaber sicherstellen, dass er sich - nach Einholung einer richterlichen Anordnung - die Daten herausgeben lassen kann. Andernfalls würde der Auskunftsanspruch ins Leere laufen, da der Provider die Daten gelöscht hätte.

Anonymisierungsdienste

Anonymisierungsdienst (60px)
Wer unerkannt im Internet surfen will, muss die eigene IP-Adresse verbergen. Dabei helfen sogenannte Anonymisierungsdienste. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten dieser Dienste vor und erklären ihre Arbeitsweise.

Verräterische Kommunikationsdaten

Wer im Internet surft, hinterlässt Datenspuren. Und zwar auch dann, wenn keine Cookies oder andere Informationen vom Browser des Nutzers ausgelesen werden. Denn einige Informationen, sogenannte „Kommunikationsdaten“, werden automatisch zwischen dem Computer des Nutzers und dem Server der angefragten Website ausgetauscht.

Zu diesen Kommunikationsdaten gehört die eigene IP-Adresse, die beim Aufruf einer Webseite automatisch an den Server übertragen wird.

Datenspuren und Daten sparen beim Websurfen

Anonym surfen mit Maske (60px)
Spurlos geht nicht
Spurlos im Web surfen? Gibt's nicht! Wer im Web surft, hinterlässt Spuren. Und wer Webdienste wie soziale Netzwerke, Online-Shops und Suchmaschinen benutzt, hinterlässt noch mehr Spuren. Wer aber darauf achtet, weniger Spuren zu hinterlassen, surft sicherer und schützt seine Privatsphäre.

Spuren legen

Stellen Sie sich vor, Sie hätten beim Verlassen Ihrer Wohnung einen mit sehr feinem Sand gefüllten Rucksack auf dem Rücken. Der Rucksack hat ein winzig kleines Loch, durch das bei jedem Schritt, den Sie gehen, ein paar Sandkörner herausfallen und auf dem Boden liegen bleiben. Den ganzen Tag über tragen Sie diesen Rucksack mit sich herum und hinterlassen überall eine Spur aus Sandkörnern. Erst, wenn Sie wieder daheim sind, schnallen Sie den Rucksack ab.

Persönliche Datenspuren im Netz

Datenspuren im Netz (60px)
Bei Ebay alten Hausrat versteigern, mit der Google-Suchmaschine Informationen suchen, Zeitungen online lesen – bei allen Aktivitäten im Internet hinterlassen wir Datenspuren. In unserem Schwerpunkt „Datenspuren im Internet“ geben wir Ihnen einen Überblick, wo Sie welche Datenspuren im Internet hinterlassen und wie Sie weniger von Ihren Daten im Internet preisgeben.

In den letzten Jahren sind immer wieder Datenschutzprobleme von IT-Unternehmen öffentlich geworden. Apple hatte im iPhone versehentlich viel mehr Daten zu Ihren Aufenthaltsorten, so genannte Geodaten, unverschlüsselt gespeichert als geplant, Google sammelte im Rahmen seiner Streetview-Aufzeichnungen auch sensible Daten aus WLAN-Netzen und Sony wurden gleich Millionen von Kundendaten seines Playstation-Netzwerks gestohlen.

Die Beispiele zeigen: Nutzer können sich nicht darauf verlassen, dass Unternehmen mit ihren Daten immer sorgsam umgehen.

Microsoft personalisiert Bing-Suche

Microsoft-Logo (60px)
Microsoft führt in seiner Suchmaschine Bing die personalisierte Suche ein. Das teilen die Bing-Entwickler in einem Blog-Eintrag mit. Zugleich betont das Entwickler-Team, dass weiterhin großer Wert auf Datenschutz gelegt wird.

Maßgeschneiderte Suchergebnisse

Wer in einer Suchmaschine den Begriff Pizza eingibt, wird vermutlich eher Interesse an einem lokalen Lieferdienst haben als an der Homepage einer Schnellrestaurantkette. Microsoft will bei Bing in Zukunft "maßgeschneiderte Suchergebnisse" liefern, beispielsweise unter Berücksichtigung von Informationen über den Aufenthaltsort des Suchenden.

EFF-Datenschutz-Ratgeber für E-Book-Käufer

Verschlüsselung (60px)
E-Book-Lesegeräte werden immer beliebter. Nach und nach sind immer mehr Modelle auch in Deutschland verfügbar. Wer elektronische Bücher erwirbt, sollte sich daher Gedanken über den Datenschutz und Datenformate machen. Da gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Geräten und E-Book-Händlern. Die folgende Übersicht erleichtert Ihnen die Orientierung.

Kann erfasst werden, was Sie lesen?

Gerät oder Programm Antwort Erläuterungen
Google Books ja Es wird gespeichert, welche Seite in welchem Buch betrachtet wurde.
Amazon Kindle ja Es ist nicht genau bekannt, welche Informationen gespeichert werden. Auf jeden Fall wird gespeichert, welche Seite in welchem Buch betrachtet wurde.
Barnes & Noble Nook unbekannt
Sony Reader nein Es werden keine Informationen über Inhalte auf dem Gerät gespeichert.
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