Web 2.0

Die Polizei: Computerkriminalität legte 2010 deutlich zu

BMI
Die Anzahl der Straftaten, bei denen Computer als Tatwerkzeug genutzt wurden, ist im vergangenen Jahr um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Den größten Anteil daran haben Betrugsdelikte. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2010 hervor.

Der Abnahme von Straftaten im Allgemeinen steht ein Zuwachs bei der Computerkriminalität gegenüber. Das wird in der Ende der vergangenen Woche vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik für 2010 nicht zuletzt auf die Rolle des Internets zurückgeführt. Dazu heißt es unter anderem:

*"Die neuen informationstechnischen Anwendungsmöglichkeiten und ihre wachsende Nutzung, insbesondere des Web 2.0, bewirken eine Zunahme an Tatgelegenheiten.

FSM veröffentlicht neuen Leitfaden zum Jugendmedienschutz

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Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) hat einen neuen Leitfaden zur Bewertung von Onlinemedien veröffentlicht. Der Leitfaden dient Medienanbietern zur Prüfung von Inhalten. Erstmals kommen Web-2.0-Inhalte und Online-Spiele als eigene Kategorien hinzu.

Das umfangreiche Dokument der FSM, auch „Prüfgrundsätze“ genannt, dient zur Einschätzung von Inhalten in Bezug auf Kinder und Jugendliche. Die Bandbreite jugendgefährdender Themen reicht von der Darstellung von Gewalt, über extremistische Inhalte, Pornografie bis zu Werbung.

Dabei wird die Wirkung der Inhalte auf Kinder und Jugendliche auch im Hinblick der unterschiedlichen Medienformen wie klassische Massen- und Kommunikationsmedien im Gegensatz zu Web2.0-Medien und Online-Spielen untersucht. Die erste Auflage der Prüfgrundsätze der FSM erschien bereits 2006.

ARD/ZDF-Onlinestudie: Knapp 50 Millionen Bürger nutzen das Internet

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Für die ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 wurde das Verhalten der Deutschen im Internet untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass inzwischen der größte Teil der Bevölkerung das Internet nutzt. Die beliebtesten Web-2.0-Anwendungen sind soziale Netzwerke und Videoportale.

Die Deutschen sind ein Volk von Surfern geworden. Knapp 50 Millionen nutzen in unterschiedlichem Umfang die Angebote des globalen Internets. Die Quote der gelegentlichen Internet-Nutzung hat sich in den vergangen Jahren von 28,6 Prozent (2000) auf 69,4 Prozent der Bevölkerung mehr als verdoppelt. Dabei lag die letzte Onlinenutzung bei 68,1 Prozent nicht länger als vier Wochen zurück.

Vorsicht vor falschen Facebook-"Hilferufen"

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Eine Facebook-Nutzerin aus Missouri überwies 4000 US-Dollar an Betrüger. Diese übernahmen das Facebook-Konto einer Bekannten und täuschten einen Notfall vor. Die laxen Sicherheitsschranken in Facebook leisten solchen Aktivitäten Vorschub.

Diese Art von Vorschussbetrügereien ist besonders hinterhältig. Durch Vortäuschung einer Notsituation von Facebook-Freunden werden die Nutzer dazu gebracht, Geld an die Betrüger zu überweisen.

So erging es auch Jane Scherrman, Zahnärztin aus Missouri. Ihre Freundin Grace Perry meldete sich über Facebook bei ihr. Sie sei in London um all ihre Dokumente und Wertsachen gebracht worden, und bat um mehrere Geldtransfers ohne Identitätsnachweis. In Wirklichkeit hatten Betrüger sich Zugang zu ihrem Facebook-Konto verschafft und ihr Passwort und E-Mailadresse geändert.

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