Das Betriebssystem – Immer auf dem neuesten Stand

Anleitung im Thema Betriebssystem
Creative Commons by-nc-nd
Diese Seite drucken
Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland
Anwendungen (120px)
Auch Software-Entwicklern unterlaufen Fehler. Auf Grund solcher Fehler kann sich das Betriebssystem anders als gewünscht verhalten, abstürzen und Daten können verloren gehen. Schlimmstenfalls ermöglichen Fehler in Betriebssystemen Angreifern, den Computer zu manipulieren. Daher sollten Aktualisierungen in der Regel sofort installiert werden.

Betriebssysteme werden nach ihrer Veröffentlichung ständig weiterentwickelt, da sich oftmals erst im Betrieb viele Fehler und Sicherheitslücken offenbaren. Sobald solche Fehler und Sicherheitslücken identifiziert sind, werden vom Hersteller oder von Software-Entwickler-Gemeinden Aktualisierungen angeboten. Diese werden auch Patches, Sicherheitsupdates oder kurz Updates genannt.

Um Ihr System auf dem neuesten Stand zu halten, können Sie im Normalfall zwischen diesen Aktualisierungsvarianten wählen:

  • Vollständig automatische Aktualisierung
  • Durch den Nutzer gestartete Aktualisierung
  • Manuelle Aktualisierung

Vollständig automatische Aktualisierung

Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, Aktualisierungen automatisch zu installieren. Es wird dann in regelmäßigen Abständen überprüft, ob Aktualisierungen verfügbar sind. Wurden solche veröffentlicht, dann werden diese heruntergeladen und installiert (siehe Abb. 1).

Abbildung 1: Windows AktualisierungsverfahrenAbbildung 1: Windows Aktualisierungsverfahren

Ist eine automatische Aktualisierungsfunktion vorhanden, dann empfehlen wir grundsätzlich, sie zu aktivieren. Denn neben dem Vorteil der Arbeitsersparnis kommt es auf eine schnelle Reaktion an: Kriminelle haben durch das Bekanntwerden von Fehlern und Sicherheitslücken die Möglichkeit, Schadsoftware zu entwickeln, die diese Lücken ausnützt – ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Durch Aktivieren der automatischen Aktualisierung begegnen Sie diesem Problem am einfachsten. Alle Fehlerbehebungen werden sofort nach Erscheinen installiert. Ein potentieller Angreifer ist nun nicht mehr in der Lage, die Fehler und Sicherheitslücken auszunutzen.

Durch den Nutzer gestartete Aktualisierung

Betriebssysteme bieten auch die Möglichkeit, Aktualisierungen automatisch, aber durch den Nutzer gestartet, durchzuführen (i.d.R. weist das Betriebssystem Sie auf neue Aktualisierungen hin). Sie selber starten dabei den Aktualisierungsprozess, allerdings erledigt ein Aktualisierungsprogramm den Rest (Herunterladen und Installation). Damit können Sie selbst entscheiden, welche der angebotenen Aktualisierungen Sie installieren wollen. Denn nicht alle Aktualisierungen sind auch sicherheitsrelevant oder wichtig. Auch den Zeitpunkt der Installation können sie selbst bestimmen.

Das Problem mit dieser Variante der Installation von Aktualisierungen liegt dabei auf der Hand: es wird häufig vergessen, gerade die wichtigen Aktualisierungen möglichst schnell einzuspielen.

Im Idealfall verfügt der Aktualisierungsmechanismus daher über eine Erinnerungsfunktion, die Sie auf neu erschienene Aktualisierungen für Ihr Betriebssystem aufmerksam macht, ohne diese sofort eigenständig zu installieren. Dabei öffnet sich meist nach dem Start des Betriebssystems und dem Herstellen einer Internetverbindung ein kleines Fenster, das Ihnen mitteilt, dass es für Ihr Betriebssystem Aktualisierungen gibt. Die Installation dieser Aktualisierungen kann dann über einen einfachen Mausklick eingeleitet werden.

Unter Windows XP (siehe Abb. 1) entspricht das den Optionen „Benachrichtigen, aber nicht automatisch herunterladen oder installieren“ und „Updates herunterladen, aber Installationszeitpunkt manuell festlegen“. In beiden Fällen erhalten Sie die Möglichkeit der automatischen Aktualisierung, wenn Sie nach der Erinnerung einer Installation zustimmen. Der einzige Unterschied besteht darin, wann die Aktualisierungsdateien heruntergeladen werden.

Manuelle Aktualisierung

Schließlich können Sie den Aktualisierungsprozess auch komplett manuell durchführen. Hierzu können Sie unter Windows XP (siehe Abb. 1) ebenfalls „Benachrichtigen, aber nicht automatisch herunterladen oder installieren“ auswählen und dann die entsprechenden Dateien selbstständig aus dem Internet herunterladen und installieren. Dabei besteht die Gefahr, auf gefälschte Aktualisierungen hereinzufallen. Daher sollten Aktualisierungen auch grundsätzlich nur über die Seite des Herstellers des entsprechenden Betriebssystems heruntergeladen werden.

Existiert keine Erinnerungsfunktion oder Sie deaktivieren sie, dann müssen Sie selbstständig den Überblick über die Aktualität Ihres Systems behalten. Dies kann zu einer lästigen Aufgabe werden, vor allem, wenn häufig Aktualisierungen angeboten werden. In unserem Beispiel von Windows XP (siehe Abb. 1) entspricht dies der Auswahl „Automatische Updates deaktivieren“.

Sie müssen auch hier vorhandene Aktualisierungen selbstständig herunterladen und anschließend installieren. Zusätzlich zum Problem gefälschter Aktualisierungsdateien können Probleme mit der Reihenfolge der Installation verschiedener Aktualisierungen entstehen. Eine komplett manuelle Aktualisierung sollte daher nur durchgeführt werden, wenn spezifische Gründe dafür sprechen, etwa für einen Computer ohne Internetanschluss.

Wahl des geeigneten Aktualisierungsverfahrens

Letztendlich müssen Sie sich für eines der angebotenen Aktualisierungsverfahren entscheiden. Eine komplett manuelle Aktualisierung des Systems ist auf Grund der im vorherigen Abschnitt angesprochenen Probleme nicht ratsam.

Möchten Sie die Kontrolle über den Aktualisierungsprozess behalten, so wählen Sie die automatische Aktualisierung mit Erinnerungsfunktion. Hier sollten Sie nur darauf achten, dass Sie sicherheitsrelevante Aktualisierungen sofort nach der Veröffentlichung installieren, um den Computer nicht unnötig zu gefährden.

Wenn Ihnen dagegen die Kontrolle über den Aktualisierungsprozess Ihres Betriebssystems nicht wichtig ist, dann sollten Sie die vollständig automatische Durchführung von Aktualisierungen aktivieren. So werden alle Fehler und Sicherheitslücken behoben, sobald eine Aktualisierung veröffentlicht wurde.