Datenschutz bei der Google-Suche

Anleitung im Thema Google
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Google (120px)
Die Suche ist der bekannteste Dienst von Google. Die Suchmaschine wurde so populär, dass das Verb "googeln" zum Synonym für eine Suche im Internet geworden ist. Doch eine Google-Suche ist nicht ohne Datenschutzrisiko. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Werbung als Preis für die kostenlose Suche

Googles Internet-Suche ist unter anderem so beliebt, weil sie kostenlos, umfangreich und schnell ist. Ihre Leistungsfähigkeit erreicht Googles Suchmaschine durch die Auswertung der Suchanfragen und der angeklickten Suchergebnisse. Daraus wird der so genannte "Seitenrang" (englisch page rank) errechnet, der über die Reihenfolge der Anzeige von Treffern entscheidet. Google benutzt die gewonnenen Erkenntnisse außerdem zur Weiterentwicklung seiner Suchmaschine.

Um als Unternehmen Gewinne zu erzielen, vermarktet Google zu den Suchergebnissen passende Werbeanzeigen. Das Ziel ist dabei, die angezeigte Werbung möglichst individuell auf den Nutzer abzustimmen. Um immer möglichst passende Werbung auswählen zu können, sammelt und speichert Google viele Daten über seine Nutzer. Diese Daten werden dann ausgewertet, um Interessenprofile zu erstellen.

Wenn jemand zum Beispiel nach einer Automarke sucht, werden ihm Anzeigen von Autoherstellern und -händlern angezeigt. Sucht jemand nach Kinderkleidung, dann werden vielleicht Anzeigen von Händlern für Babyprodukte präsentiert. Das wird als zielgruppenspezifische Werbung bezeichnet. Nur so lässt sich der knappe Platz für Werbung möglichst teuer verkaufen.

Ein großer Teil der Daten über Nutzer wird mit Hilfe von Cookies erhoben. Cookies sind Informationen, die vom Webserver – im Fall einer Google-Suche von Google – an Ihren Browser gesendet, von diesem gespeichert und bei jeder späteren Anfrage an den Browser zurückgesendet werden. Einen anderen Teil der Daten liefern jene Nutzer mit eigenem Google-Konto, deren Verhalten Google ebenso auswertet.

Sie sind der Datensammelei aber nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt für alle Webbrowser Datenschutz-Einstellungen und hilfreiche Plug-ins, die Ihre Privatsphäre schützen. So können Sie selbst entscheiden, wie angepasst Ihre Suchergebnisse jeweils sein sollen und wie viele Daten dafür weitergeben werden.

Suchanfragen verschlüsseln

Wenn Sie die Google-Suche benutzen, werden Ihre Suchanfragen normalerweise unverschlüsselt an die Google-Server übertragen. Auch die Suchergebnisse bekommen Sie von Google unverschlüsselt geliefert. Falls Suchanfragen über einen ungesicherten Hotspot an Google verschickt werden, ist es für unbefugte Dritte leicht, diese Anfragen mitzulesen. Nun übertragen Sie zwar keine sensiblen Informationen wie Passwörter oder PINs von Ihrem Online-Banking, aber auch Ihre Suchanfragen können viel über Sie verraten. Wenn Sie beispielsweise nach Krankheiten, Rechtsproblemen oder auch Diäten googeln, möchten Sie vermutlich nicht, dass Ihre Nachbarn oder Ihr Arbeitgeber davon Kenntnis bekommen.

Um sich vor dieser Art von Lauschern zu schützen, bietet Google inzwischen eine verschlüsselte Suche an. Dabei werden die Daten zwischen Ihnen und den Google-Servern mit dem HTTPS-Protokoll verschlüsselt übertragen. So sind sie vor den Augen unbefugter Dritter geschützt. Unter https://encrypted.google.com steht Ihnen aktuell dieses Angebot zur Verfügung. Die verschlüsselte Suche ist momentan noch in der Erprobungsphase und daher noch nicht für die deutsche Google-Suchseite verfügbar. Im Oktober 2011 hat Google angekündigt, für alle angemeldeten Benutzer die verschlüsselte Suche standardmäßig anzubieten.

Mit "SafeSearch" anstößige Inhalte ausblenden

"SafeSearch" ist eine von Google angebotene Filterfunktion, um anstößige Inhalte in Suchergebnissen auszublenden. Das betrifft in erster Linie pornografische Angebote. Wenn Sie im SafeSearch-Modus suchen, werden Ihnen pornographische Seiten nicht in der Suchergebnisliste angezeigt.

Um die "SafeSearch"-Funktion zu benutzen, klicken Sie auf der Startseite der Google-Suche den Link "Erweiterte Suche" an. Den finden Sie gleich neben dem Feld für die Suchbegriffe. Sie kommen dann auf die Seite für die erweiterte Suche. Hier können Sie Ihre Suche nach verschiedenen Kriterien einschränken, beispielsweise nach der Sprache oder dem Dateiformat. Eine der angebotenen Optionen ist "SafeSearch". Um "SafeSearch" zu aktivieren, markieren Sie einfach das Auswahlfeld "Filtern mit SafeSearch".

Die Einstellung für "SafeSearch" wird in einem Cookie gespeichert. Für die Nutzung von Googles "SafeSearch" muss die Speicherung von Cookies von Drittanbietern zugelassen sein, da die Filter von einem anderen Unternehmen im Auftrag von Google geliefert werden. Die entsprechende Einstellung für Drittanbieter-Cookies finden Sie in den Datenschutz-Einstellungen Ihres Browsers.

Sollten Sie Ihre Cookies zwischenzeitlich gelöscht haben, müssen Sie bei einer erneuten Google-Suche "SafeSearch" erneut aktivieren, um anstößige Inhalte auszublenden.