Microsoft Security Essentials einrichten

Anleitung im Thema Antiviren-Software
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Mit Security Essentials hat Microsoft ein eigenes Schutzprogramm gegen Viren und andere Schadprogramme auf den Markt gebracht. Das Programm ist für Privatnutzer kostenlos erhältlich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Microsoft Security Essentials Ihren Bedürfnissen entsprechend einrichten können.

Microsoft Security Essentials einrichten

Die Einstellungsmöglichkeiten für Microsoft Security Essentials finden Sie im Programm selbst auf der Registerkarte „Einstellungen“. Klicken Sie dazu einfach auf den entsprechenden Kartenreiter im oberen Bereich des Fensters.

Auf der Registerkarte „Einstellungen“ sehen Sie im linken Fenster mehrere Menüpunkte, über die Sie die verschiedenen Einstellungen einsehen und anpassen können.

Regelmäßig automatisch nach Schadsoftware suchen lassen

Einstellungen zu automatischen Überprüfungen in MSE: (Zum Vergrößern Bild anklicken)Einstellungen zu automatischen Überprüfungen in MSE: (Zum Vergrößern Bild anklicken) Unter dem Punkt „Geplanter Scan“ können Sie einstellen, ob, wann und wie oft der Computer nach Schadprogrammen untersucht werden soll. Damit Security Essentials automatisch und regelmäßig auf Ihrem Computer nach Schadsoftware sucht, muss die Option „Geplanten Scan für meinen Computer ausführen“ aktiviert sein. Achten Sie darauf, dass das entsprechende Häkchen oben auf der Seite gesetzt ist.

Sie können die Überprüfung täglich oder ein Mal pro Woche an einem festen Wochentag durchführen lassen. Außerdem müssen Sie festlegen, zu welcher Uhrzeit die Überprüfung jeweils gestartet werden soll. Sollte der Computer zu dem vorgegebenen Zeitpunkt einmal ausgeschaltet sein und die Überprüfung deshalb nicht stattfinden, wird sie leider nicht automatisch nachgeholt, sobald der Computer wieder eingeschaltet wird. Sie können den Scanvorgang dann nur von Hand nachholen. Zumindest warnt Sie Security Essentials, wenn die letzte Überprüfung länger zurückliegt, mit einer Warnmeldung im Programmfenster und einer Orangefärbung des.Programmsymbols in der Taskleiste.

Überprüfung: schnell oder gründlich?

Sie können zwischen drei Überprüfungsarten wählen:

  • Bei der schnellen Überprüfung werden nur die Bereiche untersucht, die laut Microsoft „am ehesten mit Schadsoftware infiziert werden“. Alle anderen Dateien und Verzeichnisse werden übergangen. Dadurch wird die Prüfungsdauer erheblich verkürzt.
  • Die vollständige Überprüfung umfasst im Unterschied dazu alle auf der Festplatte gespeicherten Daten sowie alle gerade ausgeführten Programme. Sie ist gründlicher und deshalb auch deutlich zeitaufwendiger als die schnelle Überprüfung.

Eine gute Möglichkeit, die Vorteile aus beiden Typen zu kombinieren, ist beispielsweise täglich eine automatische schnelle Überprüfung durchführen zu lassen und in größeren Abständen, zum Beispiel ein Mal pro Woche, eine vollständige Überprüfung von Hand anzustoßen.

  • Zusätzlich zu den beiden Grundtypen können Sie auch eine benutzerdefinierte Überprüfung starten, wenn Sie nur bestimmte Laufwerke oder Ordner untersuchen lassen wollen. Die benutzerdefinierte Überprüfung müssen Sie aber immer von Hand starten.

Auf der Registerkarte „Geplanter Scan“ haben Sie noch drei weitere Einstellungsmöglichkeiten. So können Sie festlegen, dass das Programm „vor dem geplanten Scanvorgang nach neuen Viren- und Spywaredefinitionen suchen“ soll. Dann fragt das Programm vor jedem Scanvorgang auf einem Server von Microsoft nach, ob neue Schadprogrammdefinitionen (oft auch Schadprogrammsignatur genannt) vorliegen. Bei Bedarf wird die interne Liste bekannter Schadprogramme aktualisiert, sodass jede Überprüfung anhand der neuesten Erkenntnisse über aktuelle Schadprogramme erfolgt. Treten Probleme beim Aktualisierungsvorgang auf, dann können die aktuellen Schadprogrammdefinitionen auch von Hand von den Internetseiten des „Microsoft Malware Protection Center“ heruntergeladen und installiert werden.

Des Weiteren können Sie festlegen, dass der Scanvorgang nur gestartet wird, „wenn der Computer eingeschaltet, aber nicht verwendet wird“. Dadurch wird die Computerleistung nicht durch den Scanvorgang reduziert, während Sie gerade am Computer arbeiten. Stattdessen wartet das Programm, bis das System nicht anderweitig belastet wird, um die Überprüfung dann zu starten.

Zu guter Letzt können Sie noch festlegen, wie stark der Prozessor mit dem Scanvorgang ausgelastet werden soll. Je mehr Auslastung Sie dem Scanvorgang zugestehen, desto schneller wird dieser durchgeführt. Andererseits wird die Computerleistung für andere Aktivitäten währenddessen stärker eingeschränkt. Ist der Wert dagegen sehr niedrig eingestellt, dauert der Scanvorgang länger, wirkt sich aber weniger auf andere Aktivitäten am Computer aus.

Agenten für den Echtzeitschutz

Einstellungen zum Echtzeitschutz in MSE: (Zum Vergrößern Bild anklicken)Einstellungen zum Echtzeitschutz in MSE: (Zum Vergrößern Bild anklicken)

Unabhängig von automatischen oder manuell gestarteten Scanvorgängen kann Microsoft Security Essentials laufende Programme und heruntergeladene Dateien sofort untersuchen, um zu verhindern, dass Schadsoftware installiert oder ausgeführt wird. Diese Funktion wird „Echtzeitschutz“ genannt und umfasst verschiedene Schutzoptionen:

  • Ist die erste Option „Alle Downloads scannen“ aktiviert, dann überwacht das Programm alle Dateien und E-Mail-Anhänge, die Sie auf den Computer herunterladen.
  • Mit der zweiten Option veranlassen Sie das „Überprüfen der Aktivitäten von Dateien und Programmen auf Ihrem Computer.“ Dadurch werden Sie beispielsweise gewarnt, wenn versucht wird, potenziell gefährliche Software auf Ihrem Computer auszuführen oder zu installieren. Sie können hier auswählen, ob alle Dateien, nur eingehender oder nur ausgehender Datenverkehr überwacht werden soll.

  • Bei eingeschalteter dritter Option „Verhaltensüberwachung aktivieren“ werden sogenannte Heuristiken verwendet, um potenziell gefährliche Software anhand bestimmter Verhaltensmuster entdecken zu können. Dadurch lassen sich auch bislang unbekannte Schadprogramme, für die noch keine Schadprogrammsignatur existiert, aufspüren.

  • Ist die vierte Option „Netzwerkinspektionssystem aktivieren“ gewählt, überwacht Microsoft Security Essentials auch den Datenaustausch mit andern Computern im lokalen Netzwerk. Diese Option steht unter Windows XP nicht zur Verfügung.

Der Echtzeitschutz ist in Microsoft Security Essentials von Hause aus mit sämtlichen Schutzoptionen aktiviert. Überprüfen können Sie dies über den Menüpunkt „Echtzeitschutz“ auf der Registerkarte „Einstellungen“. Um den bestmöglichen Schutz durch Microsoft Security Essentials zu gewährleisten, achten Sie darauf, dass alle Optionen aktiviert sind.

Ausnahmen definieren

Um den Scanvorgang zu beschleunigen, können Sie bestimmte Dateien, Ordner, Dateitypen oder Programme vom Scanvorgang durch Microsoft Security Essentials ausschließen. Da Sie damit die Schutzfunktion von Microsoft Security Essentials umgehen, sollten Sie hier nur Objekte angeben, denen Sie voll und ganz vertrauen. Sie können Elemente jeder Zeit wieder aus der Liste der Ausnahmen entfernen und so wieder von Microsoft Security Essentials überwachen lassen.

Um Dateien oder Ordner vom Scanvorgang auszuschließen, fügen Sie die gewünschten Dateien oder Ordner auf der Karteikarte „Einstellungen“ unter dem Punkt „Ausgeschlossene Dateien und Speicherorte“ der Liste im rechten Fenster hinzu.

Für den Ausschluss bestimmter Dateitypen, tragen Sie unter dem Punkt „Ausgeschlossene Dateitypen“ die entsprechende Dateierweiterung (zum Beispiel „.gif“) ein. Alle Dateien dieses Typs werden dann bei Scanvorgängen nicht mehr untersucht.

Unter dem Punkt „Ausgeschlossene Prozesse“ können Sie sogar einzelne Prozesse oder Programme von der Überprüfung durch Microsoft Security Essentials ausschließen. Allerdings gehen Sie damit ein Sicherheitsrisiko ein. Daher sollten Sie von dieser Möglichkeit nur Gebrauch machen, wenn Sie den angegebenen Programmen voll und ganz vertrauen.