5.13.272 . . . Versionsnummerologie

Vertiefung im Thema Anwendungen
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Anwendungen (120px)
Kleine Zahlenkunde
Die meisten Programme werden durch Versionsnummern gekennzeichnet. Was diese Nummern aussagen, erschließt sich nicht immer auf den ersten Blick. In diesem Artikel klären wir Sie auf.

Raten mit Zahlen

Versionsnummern sind eine Wissenschaft für sich. Wer häufiger Software aktualisiert, wird diese Erfahrung sicher schon gemacht haben. Nehmen wir zum Beispiel Windows 7. Warum hat das jüngste PC-Betriebssystem von Microsoft die Nummer 7? Der Vorgänger hieß doch Vista und nicht etwa 6. Und dessen Vorgänger wiederum hieß XP und nicht 5. Scheinbar gibt es da kein klares Nummerierungsschema.

Bei anderen Herstellern sieht es zum Teil vergleichbar aus, oder ganz anders. Während bei den einen auf die Version 4 plötzlich die Version XL folgt, zählen andere ordentlich von 4 auf 5 weiter. Unter Umständen wechseln sie dafür von arabischen Zahlen zu römischen Zahlen. Dann heißt die neueste Programmversion V statt 5.

Noch seltsamer ist es mit Versionsnummern wie "280.26" – Nvidia-Grafikkarten-Treiber – oder "OOO330m20 (Build:9567)" – OpenOffice 3.3.0. Anwender können darüber oft nur den Kopf schütteln und sich wundern.

Die Botschaft lautet also: Versionsnummern werden von den Herstellern recht willkürlich vergeben und lassen sich nicht ohne Weiteres vom Nutzer interpretieren.

Hersteller stiften Verwirrung

Die verwirrende Vielfalt der Versionsnummern und -bezeichnungen hat ihren Grund darin, dass es keinen industrieweit gültigen Standard dafür gibt. Jeder Hersteller ist im Prinzip völlig frei in der Wahl von Produktbezeichnungen und Versionsnummern. Das ist bei Software nicht anders als bei Automodellen.

Die Hersteller wählen die Versionsnummern in der Regel unter zwei unterschiedlichen Gesichtspunkten. Entweder lassen sie sich von Marketing-Überlegungen leiten, oder sie vergeben die Nummern entsprechend dem Entwicklungsstand der Software.