Anonymisierungsdienste

Vertiefung im Thema Datenspuren im Netz
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Anonymisierungsdienst (120px)
Wer unerkannt im Internet surfen will, muss die eigene IP-Adresse verbergen. Dabei helfen sogenannte Anonymisierungsdienste. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten dieser Dienste vor und erklären ihre Arbeitsweise.

Verräterische Kommunikationsdaten

Wer im Internet surft, hinterlässt Datenspuren. Und zwar auch dann, wenn keine Cookies oder andere Informationen vom Browser des Nutzers ausgelesen werden. Denn einige Informationen, sogenannte „Kommunikationsdaten“, werden automatisch zwischen dem Computer des Nutzers und dem Server der angefragten Website ausgetauscht.

Zu diesen Kommunikationsdaten gehört die eigene IP-Adresse, die beim Aufruf einer Webseite automatisch an den Server übertragen wird. So weiß der Webserver, wohin er die angefragten Inhalte senden soll. Hinzu kommen weitere Informationen, wie beispielsweise die Webadresse der zuvor besuchten Seite, die beim Anklicken von Links übermittelt wird.

Diese Kommunikationsdaten können gesammelt und ausgewertet werden. Ein Nutzer, der immer mit der selben IP-Adresse im Internet surft, kann so wiedererkannt werden.

Wer seine IP-Adresse gegenüber dem Website-Betreiber nicht preisgeben möchte, darf eine Website nicht direkt ansteuern. Genauer gesagt dürfen der Computer des Nutzers und der Server der Website nicht direkt miteinander kommunizieren. Doch wie ist das möglich?

Ausweg: Anonymisierungsdienste

Die Antwort liefern die sogenannten Anonymisierungsdienste. Diese Dienste können als „Vermittler“ zwischen dem Webbrowser des Nutzers und der Website eingesetzt werden. Dadurch gibt es keinen direkten Kontakt zwischen beiden Seiten.

Es gibt verschiedene Arten von Anonymisierungsdiensten. Je nach Ausgestaltung bieten sie einen mehr oder weniger guten Schutz der Privatsphäre. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Anonymisierungsdienste vor.

Vorab noch ein Hinweis: Anonymisierungsdienste bieten in erster Linie Schutz davor, an Hand der anfallenden Kommunikationsdaten identifiziert oder nachverfolgt zu werden. Daten, die Sie selbst auf Webseiten eingeben, zum Beispiel Zugangsdaten oder Blog-Beiträge, können nach wie vor verraten, wer Sie sind. Gleiches gilt für Cookies und andere Informationen, die Websites aus Ihrem Browser auslesen können. Lesen Sie dazu unseren Artikel „Datenspuren und Daten sparen beim Websurfen.

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