Bankgeschäfte von zu Hause – Einstieg ins sichere Online-Banking

Einführung im Thema Online-Banking
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Online-Banking (120px)
Per Online-Banking lassen sich Bankgeschäfte zu Hause am Computer erledigen. Mit einigen Sicherheitsmaßnahmen können Sie sich vor Gefahren durch Viren, Trojaner und Phishing wappnen. Unsere Einführung zeigt Ihnen, wie Sie Online-Banking sicher gestalten.

Online-Banking vorbereiten

Am Anfang des Online-Bankings melden Sie sich der Bank Ihrer Wahl zum Online-Banking an. Bereits jetzt sollten Sie einige Sicherheitsmaßnahmen treffen. Informieren Sie sich hierzu auch bei Ihrer Bank. Dort erfahren Sie nicht nur, was die Bank für die Sicherheit tut, sondern auch, welche Rechte und Pflichten Sie gegenüber der Bank haben, und unter welchen Bedingungen sie Sie in einem Schadensfall unterstützt.

Postsendungen nur unbeschädigt akzeptieren

Die Zugangsdaten sowie Authentifizierungsmittel – TAN-Listen, TAN-Generator oder Chipkarte – erhalten Sie in der Regel per Post zugesendet. Achten Sie darauf, dass diese Postsendungen unbeschädigt und ungeöffnet sind. Anderenfalls könnte jemand bereits darauf zugegriffen haben, bevor Sie überhaupt mit dem Online-Banking begonnen haben. Bestellen Sie in diesem Falle besser gleich Ersatz von Ihrer Bank.

Daten und Mittel sicher aufbewahren

Bestimmen Sie für die Zugangsdaten sowie das Authentifizierungsmittel sichere Aufbewahrungsorte. Diese müssen scheinbar gegensätzliche Eigenschaften erfüllen: Zum einen müssen sie sicher vor dem Zugriff anderer sein, zum anderen sollten sie für Sie komfortabel erreichbar sein. Denn wenn es zu umständlich wird, die Mittel und Daten jedes Mal hervorzuholen, dann gehen im Alltag viele Menschen dazu über, diese dann doch für andere zugreifbar liegenzulassen.

Weiterhin sollten Sie beachten:

  • Authentifizierungsmittel wie TAN-Listen, Chipkarte, oder TAN-Generator müssen getrenntvon den Zugangsdaten (Nutzerkennung, Passwörter, PIN) aufbewahrt werden.
  • Viele Banken verbieten explizit, Zugangsdaten und TAN-Listen im Computer zu speichern. Dies schließt auch die Aufbewahrung in Kennwortverwaltern oder im Mobiltelefon ein.

Computer vorbereiten

Die Bank fordert von Ihnen, dass Sie Ihren Computer ausreichend sichern. Hierzu gehört die Installation einer modernen Antiviren-Software und eine aktivierte Firewall, ein sicheres Betriebssystem und ein sicherer Webbrowser (oder Finanzsoftware).

All diese Software muss stets aktuell gehalten werden. Bei der Antiviren-Software etwa sollte die (tägliche) automatische Aktualisierung der Virendefinitionen eingestellt sein. Lassen Sie Ihren Computer in regelmäßigen Abständen auch durch die Antiviren-Software auf Schadsoftware durchsuchen.

Ihre Internet-Verbindung sollte abgesichert sein: Verwenden Sie eine gesicherte WLAN-Verbindung (WPA2) mit starken Passwörtern für die Verbindung und den Internet-Router. Vermeiden Sie auch, Online-Banking über unbekannte Verbindungen wie etwa Hotspots durchzuführen, oder treffen Sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Informieren Sie sich bei Ihrer Bank, ob diese weitere konkrete Anforderungen an Sie stellt.

Notfallinformationen bereitlegen

Wenn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen dennoch ein Schadensfall eintritt, ist Eile geboten. Je schneller ein Schaden bemerkt wird und je schneller Sie richtig reagieren, desto geringer ist der Schaden. Darum sollten Sie wissen, wie Sie einen Schaden bemerken und was in einem solchen Fall zu tun ist. Selbst bei einem unguten Gefühl oder Verdachtsmoment ist es ratsam, vorsichtshalber bei der Bank nachzufragen.

Legen Sie sich daher jetzt schon alle wichtigen Informationen für solche Fälle bereit. Jede Bank bietet spezifische Telefonnummern und Prozeduren für solche Fälle an. Praktisch ist auch der "Sperr-Notruf" 116 116 (siehe unten), mit dem Sie sich rund um die Uhr zur Notfallnummer Ihrer Bank weiterleiten lassen können.

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