Die Alternative: Spracherkennung statt Tastatur für Windows

Vertiefung im Thema Barrierefreiheit
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Barrierefreiheit (120px)
Wer öfter längere Texte mit dem Computer schreibt, kennt das Problem: Ohne 10-Finger-System geht die Eingabe nur recht mühselig und langsam voran. Wer seine Hände gar nur eingeschränkt benutzen kann, wird die Texteingabe regelrecht als Qual empfinden. Doch es gibt eine Alternative: die Spracherkennung.

Tippen ist Silber, Reden ist Gold

Ob Sie es glauben oder nicht, der Text, den Sie hier lesen, wurde nicht über die Tastatur eingetippt, sondern (fast komplett) in ein Mikrofon diktiert. Im Computer sorgte dann Spracherkennungssoftware für die Umsetzung der gesprochenen Worte in geschriebenen Text. Dabei wurde natürlich nicht jedes Wort sofort richtig erkannt. Ein paar Mal kam es vor, dass ganz andere Worte auf dem Bildschirm erschienen als ins Mikrofon gesprochen worden waren. Dann mussten diese Worte natürlich korrigiert werden. Auch für diese Korrekturen kam fast ausschließlich die Spracherkennungssoftware zum Einsatz.

Noch vor ein paar Jahren taugte die auf dem Markt verfügbare Spracherkennungssoftware nicht wirklich, um längere Texte zu diktieren. Die Programme waren einerseits langsam und machten andererseits viele Fehler bei der Erkennung der gesprochenen Worte. Das hat sich mittlerweile zum Glück geändert. Die Erkennungsraten sind hoch und die PCs sind schnell genug geworden, um ein flüssiges Diktieren zu ermöglichen. Mit Preisen von unter 100 Euro ist Spracherkennungssoftware inzwischen auch erschwinglich. Etwas ältere Versionen gibt es im Versand sogar deutlich günstiger.

Wer mit dem Gedanken spielt, selbst Spracherkennungssoftware einzusetzen, sollte allerdings ein paar wichtige Punkte beachten. Die Erkennungsrate der Programme - und damit letzten Endes ihr Nutzen - hängt vom richtigen Einsatz der Technik ab. Wer ein ungeeignetes Mikrofon oder eine Soundkarte minderer Qualität benutzt, wird wenig Freude an der Spracherkennungssoftware haben. Auch gilt es, ein wenig Zeit zu investieren, um die Software zu "trainieren". Nur so kann sich die Spracherkennung an die individuelle Aussprache von Wörtern und typische Formulierungen "gewöhnen".