E-Mail? - Aber sicher!

Einführung im Thema E-Mail
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E-Mail Virus (120px)
Hinweise zum sicheren Umgang mit E-Mail
Eine gelungene E-Mail Kommunikation lebt vom sicheren Senden und Empfangen von Nachrichten. Dem stehen Viren, Würmer oder auch Spam im Weg. Mit ein paar Einstellungen können Sie sich gegen diese Schädlinge schützen und alle Vorteile einer schnellen E-Mail-Kommunikation in Ruhe genießen.

Schädliche E-Mails

Ob im E-Mail Postfach oder beim klassischen Briefkasten - jeder kennt das Problem: der Briefkasten quillt vor unerwünschten Werbenachrichten über. Die eigentliche Post scheint in der Flut der Nachrichten unterzugehen. In der Welt des Postwesens lässt sich dieses lästige Problem mit Hinweisen wie "Bitte keine Werbesendung einwerfen!" eindämmen. In der Welt der E-Mail-Kommunikation ist das leider etwas komplizierter, denn neben der ganzen Werbung wird noch allerhand anderer Müll in die Postfächer entladen. Wir geben einen kurzen Überblick über die verschiedenen Arten von E-Mail Schädlingen und Betrugsversuchen und sagen, wie Sie sich effektiv dagegen schützen können.

Phishing: Passwort geangelt, Konto leer

Ein sehr gefährliches und unter Umständen auch kostspieliges Ärgernis sind Betrugsversuche, die unter dem Begriff Phishing bekannt sind. Hier werden dem Verbraucher mithilfe betrügerischer E-Mails Passwörter oder andere Zugangsdaten entlockt. Der aus den englischen Worten Password (Passwort), harvesting (ernten) und fishing (Angeln) zusammengesetzte Begriff p-h-ishing bezeichnet bildlich gesprochen ein Angeln von Passwörtern. Gemeint ist damit das Stehlen von Passwörtern oder anderen Zugangsdaten.

In einem typischen Phishing-Betrug erhalten Sie eine E-Mail, die angeblich von Ihrer eigenen Bank gesendet wurde. Wenn Sie auf den dort aufgeführten Link klicken, landen Sie auf einer Internetseite, die meistens wie die Ihrer Bank aussieht. Es handelt sich aber um eine Fälschung mit der Betrüger versuchen, Ihnen Ihre Passwörter zu entlocken.

In unserem Artikel "Internetbetrüger „phishen“ nach Geld" haben wir gängige Phishing-Strategien für Sie zusammengestellt und zeigen Ihnen, wie Sie die Betrüger rechtzeitig erkennen können.

Scam: Vorschuss gezahlt, nie wieder gesehen

Eine andere Art der Betrügerei wird Vorschussbetrug, im englischen auch Scam genannt. Der vielleicht bekannteste Scam ist die so genannte Nigeria-Connection. Die Masche ist immer die gleiche: Es wird versucht, Sie zum Zahlen eines Geldbetrages zu überreden.

Meist geschieht das mit einer Geschichte, in der eine Person angeblich sehr viel Geld besitzt. Dieses Geld sei aber angeblich aus irgendeinem abenteuerlichen Grund nicht zugänglich. Um nun an dieses Vermögen heranzukommen, sollen Sie einen kleinen Geldbetrag vorschießen. Für diesen Dienst wird Ihnen ein großer Anteil an dem Vermögen versprochen. Diesen Anteil werden Sie natürlich nie erhalten, denn die Betrüger sind nur auf das Geld aus, den Sie vorschießen sollen.

Um sich gegen diese Art des Betruges zu wehren, müssen Sie darauf achten, nie einen Vorschuss an unbekannte Personen zu überweisen - egal wie herzzerreißend die Geschichte auch sein mag.

Malware: Sicherheitslücke: E-Mail

Neben Werbemitteilungen versucht aber auch Schadsoftware, sich über E-Mail auf ihren Computer zu schleichen. Schadsoftware wird im Englischen als Malware bezeichnet. Malware ist aus den Wörtern malicious und Software zusammengesetzt und beschreibt damit ganz passend, was die Absicht hinter dieser Art von Programmen ist: sie ist bösartig. Computerviren sind wohl die bekannteste Art von Schadsoftware, deswegen wird umgangssprachlich auch oft von Viren gesprochen, auch wenn andere Arten von Schädlingen gemeint sind, wie zum Beispiel Computerwürmer, trojanische Pferde oder sogenannte Dialer.

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Thema: Antiviren-Software

Gegen all diese Schadsoftware helfen Anti-Viren-Programme, auch Virenschutz genannt. Schadsoftware versucht oftmals zuerst, die Anti-Viren-Programme zu manipulieren, um ungestört weitere Schäden anrichten zu können. Daher ist der Erfolg eines Virenschutzes maßgeblich von dessen Aktualität abhängig. Ein ganz einfacher, zusätzlicher Schutz gegen Viren ist, keine unbekannten Anhänge in Ihrer E-Mail zu öffnen. Auch wenn diese verlockende Titel haben, verstecken sich Viren nur allzu gern in ihnen.

Spam: unerwünschte Massen-E-Mails

Unter all den unerwünschten E-Mails ist sogenannter Spam der zeitraubendste Kandidat. Spam ist ein Synonym für unerwünschten Massen-E-Mails, meistens Werbung aller Art. Die Werbenachrichten sind vielfältig: vom Flaggenmast bis zu Medikamenten, von Diäthilfen bis zu wundersamen Sexpillen - es wird einfach alles angeboten und leider vorher nicht gefragt, ob Sie über diese Angebote informiert werden wollen. Das Hauptproblem an Spam ist sein massenhaftes Auftreten. Das ist auch der größte Schaden, der durch Spam entsteht: die Zeit, die Nutzer brauchen, bis die persönlichen von den Werbenachrichten sortiert sind.

Um der Werbeflut zu begegnen, brauchen Sie einen Spamfilter. Das ist ein Programm, dass eine automatische Sortierung von Werbe-E-Mails vornimmt. Eine solche Sortierung automatisch vorzunehmen, ist nicht immer einfach. Daher kann es vorkommen, dass eine E-Mail, die kein Spam ist, versehentlich aussortiert wird. Aber auch der umgekehrte Fall, das Nicht-erkennen von Spamnachrichten, kann passieren. Damit diese Fehler möglichst selten passieren, sollten Sie Ihren Spamfilter sorgfältig aussuchen und einrichten. Die meisten E-Mail-Anbieter haben einen Spamfilter im Angebot, den Sie nutzen können. Auch viele E-Mail-Programme haben bereits einen Spamfilter integriert, den Sie dann nur noch auf Ihre Bedürfnisse anpassen müssen. So können Sie zusätzlich zum Spam-Filter Ihres E-Mail-Anbieters einen zweiten Spam-Filter lokal auf Ihrem Computer einsetzen.

Webbug: Grafiken als Wanzen

Einigen Werbemitteilungen enthalten einen sogenannten Webbug, zu deutsch auch Zählpixel genannt. In Ihrem Postfach landet eine Werbe-E-Mail und enthält ein anscheinend harmloses Bild. Wenn Sie dieses Bild anzeigen lassen, kann es an den Absender Informationen über Sie zurücksenden, wie eine kleine Wanze, die in dem Bild versteckt ist. Solche Informationen sind zum Beispiel, ob und wann Sie die E-Mail geöffnet haben, über welches Betriebssystem und mit welchem Browser Sie arbeiten, von wo aus Sie die E-Mail öffnen und einiges mehr. Damit versucht der Spammer, seine Werbung noch geschickter auszutüfteln. Wenn Sie diese Information nicht senden wollen, dann sollten Sie die – oftmals standardmäßig aktivierte – Voranzeige von Bildern in Ihrem E-Mail Programm deaktivieren.

Hoax - schlechte Scherze per E-Mail

Eine besondere Form von E-Mail-Finten ist der sogenannte Hoax. Diese englische Bezeichnung für Jux, Scherz oder Schwindel beschreibt eine als Massen-E-Mail versandte Falschmeldung. Ziel dieser Falschmeldung ist, möglichst weite Verbreitung zu finden. Daher werden Sie meistens darin aufgefordert, diese E-Mail an all Ihre Bekannten weiterzusenden. Einige dieser Scherze zeugen durchaus von schlechtem Geschmack: es werden nämlich sogar Geschichten von dringenden Knochenmarkspenden oder anderen lebensnotwendigen Operationen erfunden. Ignorieren Sie diese Art von E-Mails einfach und leiten Sie sie vor allem nicht an alle Ihre Bekannten weiter.