Ein Immunsystem für den Computer

Einführung im Thema Antiviren-Software
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Antiviren-Software (120px)
Antiviren-Software
Die Natur hat den Menschen mit einem leistungsfähigen Immunsystem ausgestattet. Das schützt uns vor Krankheitserregern und schädlichen Umwelteinflüssen. Computer wiederum müssen vor Schädlingen aus der digitalen Umwelt geschützt werden. Aktuelle Antiviren-Software stellt einen zentralen Baustein des Immunsystems eines Computers dar.

Sind für den Menschen Bakterien, Viren und Parasiten wie Würmer schädlich, sind es beim Computer digitale Viren, digitale Würmer, digitale Trojaner und andere Schädlinge. Und davon gibt es jede Menge. Sie lauern in E-Mails, auf Websites und USB-Sticks darauf, in immer neue Computer einzudringen. Dort vermehren sie sich, verbreiten sich, spionieren nach vertraulichen Daten und zerstören Programme und Dateien – wenn sie nicht von Antiviren-Software daran gehindert werden. Ganz ähnlich wie das Immunsystem beim Menschen sorgt Antiviren-Software im Zusammenspiel mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen beim Computer dafür, dass dieser ungestört seinen Aufgaben nachgehen kann.

Antiviren-Programme für alle?

Wer mit seinem Computer ins Internet geht, sollte vorher dafür sorgen, dass der Computer gegen Schädlinge abgesichert ist. Die meisten Verbraucher benutzen ein Windows-Betriebssystem von Microsoft. In der Vergangenheit haben sich die verschiedenen Windows-Varianten als besonders anfällig für Viren, Würmer & Co. erwiesen. Ohne Antiviren-Software wird ein Windows-PC im Internet innerhalb von Minuten von Schädlingen befallen. Aber auch PCs ohne Internetverbindung können über Disketten, USB-Sticks, CD-ROMs oder DVDs infiziert werden. Es ist auch schon vorgekommen, dass kommerzielle Software bei der Auslieferung ab Werk unerwünschte Besucher mitbrachte. Deshalb ist der Einsatz von Antiviren-Software für Windows-Betriebssysteme unverzichtbar.

Andere Betriebssysteme sind von Schädlingen weniger bedroht. Das liegt einerseits daran, dass das „eingebaute Immunsystem“ von Mac OS X oder Linux wirksamer arbeitet. Daten- und Programmzugriffe werden von diesen Betriebssystemen stärker kontrolliert und unbefugte Aktionen wirksamer unterbunden. Auf der anderen Seite sind Computer mit Mac OS X oder Linux weniger verbreitet und werden schon deshalb seltener zum Ziel von Angriffen. Wer sein Mac OS X oder Linux immer mit den neuesten Sicherheitsaktualisierungen ausstattet, ist vor Schädlingen aus dem Internet auch ohne Antiviren-Software recht gut geschützt.