MP3, AAC, Flash & Co.

Vertiefung im Thema Digitale Inhalte nutzen
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Digitale Inhalte nutzen (120px)
Dateiformate für digitale Inhalte
Ein wichtiger Punkt, auf den Sie bei der Nutzung digitaler Inhalte achten müssen, sind die verschiedenen Dateiformate. Nur, mit den passenden Abspielgeräten oder der passenden Software kommen Sie in den Genuss von Musik, Filmen, Bildern und Texten.

Den Überblick behalten

Alle digitalen Inhalte, die im Internet angeboten werden, sind in Dateien gespeichert. Diese Dateien können ganz unterschiedlich aufgebaut sein. Der Aufbau der Datei – ihr Dateiformat oder kurz Format – entscheidet darüber, wie Sie sie nutzen können. Manche Formate sind weit verbreitet, andere lassen sich überhaupt nur mit einem einzigen Gerät nutzen. Nicht jedes Dateiformat lässt sich auf jedem Computer oder Abspielgerät nutzen. Sie müssen also ganz genau darauf achten, welche Dateiformate Ihr Gerät unterstützt!

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Dateiformate.

Formate für Musikdateien

  • WAV ist ein Dateiformat für unkomprimierte Musikdateien, wie sie beispielsweise auf Musik-CDs gespeichert sind. Praktisch alle Programme für die Musikbearbeitung können mit Dateien im WAV-Format umgehen.

  • MP3 ist der Klassiker unter den Formaten für komprimierte, digitale Musik und kann von praktisch jedem Abspielgerät wiedergegeben werden.

  • Das modernere AAC-Format wird vor allem von Apple-Geräten wie iPod oder iPhone unterstützt. Auch die in Apples iTunes-Online-Shop verkaufte Musik kommt im AAC-Format.

  • WMA ist das Format, das Microsofts Betriebssysteme von Hause aus unterstützen. Auch eine ganze Reihe von mobilen Abspielgeräten kann mit dem WMA-Format umgehen. WMA ist allerdings deutlich weniger weit verbreitet als MP3 oder AAC.

  • OGG ist ein universelles Dateiformat für Musik- und Videodateien. OGG wird vor allem von Linux unterstützt. Im Firefox-Browser lässt sie die OGG-Unterstützung nachrüsten.

Formate für Videodateien

  • Flash stammt vom Software-Hersteller Adobe und ist das meist verbreitete Format im Internet für Videodateien. Um Videodateien im Flash-Format ansehen zu können, benötigt man ein passendes Abspielprogramm, einen so genannten Flash-Player. Bei Webbrowsern lässt sich ein solcher Flash-Player nachträglich als kostenloses Plug-in beziehungsweise Add-on installieren. Es gibt zwei unterschiedliche Flash-Varianten: SWF und FLV. Während FLV ein reines Filmformat ist, bietet SWF Unterstützung für Interaktionen mit dem Nutzer.

  • MP4 bezeichnet eine ganze Familie standardisierter Multimedia-Dateiformate. Wenn ein Programm oder ein Gerät mit MP4-Unterstützung wirbt, heißt das leider noch lange nicht, dass es tatsächlich jede MP4-Datei abspielen kann. Das populärste MP4-Format ist QuickTime von Apple, das von vielen Webbrowsern abgespielt werden kann. Auch die iPod- und iPhone-Geräte von Apple können QuickTime-Filme anzeigen.

  • DivX ist ein populäres Dateiformat, das vor allem für nutzergenerierte Inhalte zum Einsatz kommt. Webbrowser können DivX-Dateien mit Hilfe von kostenlosen Plug-ins abspielen, die der Hersteller der DivX-Software anbietet. Auch eine ganze Reihe von DVD-Playern und Multimedia-Abspielgeräten kann mit dem DivX-Format umgehen. Im Zweifel sollte man im Handbuch nachlesen.

  • Xvid stammt von DivX ab und stellt eine unabhängige Weiterentwicklung des DivX-Formats dar.

  • WMV ist das Videoformat von Microsoft. Der passende Windows Media Player wird mit Microsofts Betriebssystemen mitgeliefert.

  • OGG wurde schon erwähnt. Um OGG-Videos im Webbrowser abspielen zu können, muss man meist das passende Plug-in installieren. Solche Plug-ins gibt es ebenfalls kostenlos im Internet.

Formate für Bilddateien

  • TIFF ist ein älteres Dateiformat, das vor allem von Scannern erzeugt wird. Die meisten Programme zur Anzeige von Bilddateien können auch mit TIFF umgehen.

  • GIF ist ebenfalls schon ein älteres Bildformat, das besonders im Internet große Verbreitung hat. Alle Webbrowser können GIF-Dateien anzeigen.

  • BMP ist das klassische Windows-Bildformat. Die meisten Programme zur Anzeige von Bilddateien können mit BMP-Bildern umgehen.

  • JPEG ist ein komprimiertes Bildformat, das sich besonders zur Speicherung von Fotos eignet. Viele Digitalkameras speichern Bilder im JPEG-Format. Alle Programme zur Anzeige von Bilddateien und alle gängigen Webbrowser können JPEG-Bilder anzeigen.

  • PNG ist ein vergleichsweise junges Bildformat, das sich gut zum Speichern von Zeichnungen eignet. Viele Webbrowser unterstützen die Anzeige von PNG-Bildern.

  • DNG ist vom Software-Hersteller Adobe als Ersatz für JPEG und die Rohdaten-Formate von Digitalkameras entwickelt worden. DNG-Bilder lassen sich in der Regel nur mit speziellen Programmen zur Fotobearbeitung anzeigen. Viele Hersteller von Digitalkameras liefern solche Programme mit.

Formate für Textdateien

  • DOC ist eine ganze Familie von Speicherformaten, die von verschiedenen Microsoft-Word-Versionen benutzt werden. Die meisten Programme zur Textverarbeitung können mit mehreren, aber nicht mit allen DOC-Versionen umgehen.

  • RTF wurde ebenfalls von Microsoft entwickelt. RTF-Dateien lassen sich in der Regel mit den meisten Programmen zur Textverarbeitung lesen und bearbeiten.

  • ODT ist das standardisierte Format der Textverarbeitung des freien Office-Software-Pakets OpenOffice. Aktuelle Microsoft-Word-Programme unterstützen ODT in gewissem Umfang.

  • HTML ist das Dateiformat, in dem Webseiten im Internet gespeichert werden. Alle Webbrowser können HTML-Dateien anzeigen.

  • PDF ist ein von Adobe entwickeltes Format für Textdateien, dass sich auf verschiedenen Betriebssystemen mit dem Adobe Reader anzeigen lässt. Ähnlich wie beim DOC-Format gibt es auch vom PDF-Format verschiedene Versionen. Nicht alle Versionen lassen sich mit jedem Reader anzeigen. Manche Versionen lassen sich dafür auch mit PDF-Anzeigeprogrammen von anderen Herstellen beziehungsweise Anbietern lesen. Für die meisten Webbrowser gibt es Plug-ins, die eine PDF-Anzeige ermöglichen.

Dateiformate erkennen

Üblicherweise erkennen Sie das Format einer Datei an der Dateiendung. Welche Formate ihre Software oder ihr Abspielgerät unterstützt, können Sie im jeweiligen Handbuch nachlesen.

Dateien konvertieren

Solange die Dateien nicht mit einem Kopierschutz oder mit digitalem Rechtemanagement (DRM) versehen sind, lassen sich die verschiedenen Formate eines Typs – Musik, Film, Bild oder Text – in der Regel recht problemlos ineinander umwandeln. Bei nicht verlustfrei komprimierten Dateiformaten wie MP3 bei Musik oder JPEG bei Bildern müssen Sie allerdings mit Qualitätseinbußen rechnen. Je höher die ursprünglichen Daten komprimiert sind, desto stärker fallen die Qualitätseinbußen aus. Zur Konvertierung von Dateien aus einem Format in ein anderes eignen sich neben den gängigen Programmen zur Bearbeitung von Musik, Bildern, Videos und Texten auch spezielle Programme, als Dateikonverter bekannt.

Wenn Sie mehr über die verschiedenen Dateiformate wissen wollen, finden Sie bei Wikipedia zu allen Formaten ausführliche Informationen (siehe Linkliste).