Ohne eigenen Computer surfen – das Internet-Café

Einführung im Thema Internet-Café
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Internet-Café (120px)
Internet-Cafés haben wenig mit dem beliebten Heißgetränk zu tun, sondern "servieren" Internet statt Kaffee. Wer im Urlaub oder auf Reisen das Internet nicht missen möchte, findet hier schnell wieder Anschluss. Wir zeigen, wie Sie dabei Sicherheitsrisiken umschiffen.

Internet-Cafés

Mit der Verbreitung des Internets sind seit den frühen 90iger Jahren Internet-Cafés populär geworden. Zu Stunden- oder Minutenpreisen wird hier Zugang zum Internet verkauft. Dank der fast globalen Verbreitung von Internet-Cafés, haben Sie beinah überall in der Welt die Möglichkeit, ins Internet zu gehen. So müssen Sie auf die Nachrichten ihrer Lieblingszeitung auch in Taipei nicht verzichten. Bundesliga-Fußballergebnisse können Sie auch in Hanoi erfahren.

Wenn Sie jedoch Ihre E-Mail oder andere persönliche Daten von einem Internet-Café aus bearbeiten wollen, ist Vorsicht geboten. Viele Internet-Cafés haben sicherlich hervorragende und verantwortungsbewusste Sicherheitseinstellungen. Ihre Betriebssysteme sind aktuell, Sicherheitssoftware ist installiert und nach jedem Nutzer werden automatisch alle persönlichen Daten, die beim Surfen auf dem Computer hinterlassen wurden, gelöscht.

Normalerweise gilt: Der Café-Betreiber hat keine bösen Absichten. Er liest Ihre Kommunikation nicht mit. Auf keinem seiner Computer hat er sogenannte Keylogger, das sind Programme, die zum Beispiel Passwörter ausspähen, installiert.

Doch manchmal ist es auch anders. Manchmal kümmern sich Betreiber von Internet-Cafés nur schlecht um die angebotenen Computer. Manchmal haben Betreiber auch unlautere Absichten. Für Sie als Besucher des Internet-Cafés ist es meistens sehr schwer herauszufinden, zu welcher Sorte der von Ihnen gewählte Betreiber zählt. Daher sind ein paar Vorsichtsmaßnahmen geboten:

Kein Geldtransfer an öffentlich aufgestellten Computern

Auf dem Computer kann versehentlich oder absichtlich Schadsoftware installiert worden sein.Diese könnte Ihre Passwörter und andere von Ihnen eingegebene Daten mitlesen. Darum sollten Sie die Abwicklung von Geldgeschäften am besten komplett vermeiden. Das betrifft das Online-Shopping, vor allem aber Online-Banking. Sie können alternativ dringende Geldgeschäfte meistens auch telefonisch erledigen, was in diesem Fall wesentlich sicherer ist.

Nach jeder Sitzung Spuren verwischen

Sobald Sie Ihre Internetnutzung abgeschlossen haben, sollten Sie zur Sicherheit sämtliche im Webbrowser gespeicherten Daten löschen. Je nach Einstellung der Webbrowser werden unter Umständen Cookies oder auch Passwörter automatisch gespeichert. Persönliche Daten, die in Cookies gespeichert sind, aber auch Passwörter könnten missbraucht werden. Sie sollten diese unbedingt löschen.

Nicht zu vergessen: Der Webbrowser merkt sich alle von Ihnen besuchten Seiten in einem so genannten Verlauf, der manchmal auch als History bezeichnet wird. Die Verlaufsdaten des Webbrowsers, sollten Sie leeren, sonst kann der Benutzer, der nach Ihnen am Computer surft, eventuell Ihre gesamte Internetbenutzung nachvollziehen.

Wenn Sie im Internet surfen, speichert der Webbrowser unbemerkt Daten (zum Beispiel Bilder, Texte und so weiter) ab. Da Sie als Nutzer davon nichts mitbekommen, sprechen Fachleute von einem geheimen Lager (auf Englisch Cache). Wenn Sie nicht wollen, dass jemand anhand dieser Daten Ihre Internetnutzung nachvollzieht, dann sollten Sie auch den Cache leeren.

Vorsicht bei der E-Mail-Nutzung

Wenn Sie E-Mails im Internet-Café lesen wollen, werden Sie diese im Webbrowser über Webmail abrufen. Achten Sie darauf, dass Sie nur eine verschlüsselte Verbindung mit Ihrem E-Mail Anbieter aufnehmen. Diese ist durch ein "https://" im Browser-Fenster und einem kleinen Schlosssymbol erkennbar.

Lassen Sie nie Ihr Passwort speichern - auch wenn der Webbrowser Ihnen das eventuell anbietet. Nachdem Sie Ihre E-Mails bearbeitet haben, vergessen Sie nicht, sich aus Ihrem E-Mail Konto wieder abzumelden.

Keine Dateien hinterlassen

Sie wollen ein paar Fotos von der Digitalkamera aus Ihrem Urlaub verschicken? Kein Problem! Aber achten Sie darauf, dass Sie die Fotos nicht versehentlich auf dem fremden Computer speichern. Verschicken Sie die Bilder direkt per E-Mail. Falls Sie doch Fotos oder andere Daten auf dem Computer gespeichert haben, sollten Sie diese unbedingt löschen bevor Sie das Internet-Café verlassen.