Vorsicht ist die Mutter des Tauschrausches

Einführung im Thema Tauschbörsen
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Tauschbörsen (180px)
Welche Gefahren bei der Nutzung von Tauschbörsen lauern können
Viele Internetnutzer verwenden Tauschbörsen-Programme, um mit anderen auf der ganzen Welt Dateien auszutauschen. Die meisten gehen dabei sehr unbedarft vor. Wenn Sie Tauschbörsen nutzen, dann sollten Sie sich unbedingt auch der Gefahren bewusst sein. Ansonsten können Sie sich schnell einen Virus einfangen oder persönliche Dokumente preisgeben.

Bei Tauschbörsen-Programmen - auch Filesharing- oder Peer-to-Peer-Programme genannt - handelt es sich um Anwendungen, die es Ihnen erlauben, mit anderen Nutzern desselben Programms über das Internet Dateien auszutauschen. Bei diesen Dateien kann es sich um alles mögliche handeln: Musik, Videos, Programme, Dokumente usw. Beispiele für solche Tauschbörsen-Programme sind BitTorrent, eMule (ehemals eDonkey), Gnutella und Kazaa.

Erste Gefahren lauern schon beim Download des Programms zur Nutzung der entsprechenden Tauschbörse. Es gibt im Internet zahlreiche mit Schadprogrammen infizierte Versionen dieser Anwendungen. Laden Sie sich die entsprechenden Programme deshalb nur von vertrauenswürdigen Webseiten herunter und überprüfen Sie sie vor der Installation mit einem Antiviren-Programm.

Heruntergeladene Dateien überprüfen

Bewertungen: Diese können Ihnen helfen Fälschungen oder Schadprogramme zu identifizierenBewertungen: Diese können Ihnen helfen Fälschungen oder Schadprogramme zu identifizieren Potenziell jede Datei die Sie sich über eine Tauschbörse herunterladen, kann mit Schadprogrammen infiziert sein. Daher ist es entscheidend jede dieser Dateien durch ein aktuelles Antiviren-Programm zu überprüfen, bevor Sie diese öffnen. Zusätzlich können Sie sich in manchen dieser Netzwerke über die Vertrauenswürdigkeit der Dateien informieren, indem Sie Bewertungen und Kommentare anderer Nutzer ansehen (siehe Abbildung). So kann manche infizierte oder falsch benannte Datei schon vor dem Herunterladen aussortiert werden.

Zusatzprogramme

Eine in diesen Tauschbörsen häufig angewendete Masche von Betrügern ist es, dem Nutzer nach dem Download einer Datei mitzuteilen, er benötige ein spezielles Programm, um die Datei zu öffnen, beziehungsweise wiederzugeben. Kommt Ihnen ein solcher Fall unter, dann lassen Sie lieber die Finger davon. Hier lauern oftmals Abo-Fallen oder Schadprogramme.

Allerdings kann auch das Betriebssystem selbst melden, dass es nicht weiß, was es mit einer Datei anfangen soll. Das liegt dann entweder daran, dass ein Programm zum Öffnen dieses Dateityps nicht installiert ist oder die Datei beschädigt ist.

Welches Programm Sie in zum Öffnen einer Datei benötigen, können Sie durch die Eingabe der Endung auf der Webseite endungen.de erfahren. Sollten Sie das benötigte Programm herunterladen, dann achten Sie wiederum darauf, dass es sich um eine seriöse Quelle handelt. Überprüfen Sie aber auf jeden Fall die heruntergeladene Datei vor der Installation mit Ihrem Antiviren-Programm.

Nicht zu freigiebig sein

Die meisten dieser Tauschbörsen-Programme geben automatisch ein Verzeichnis (Ordner) auf dem Computer frei. Auf dieses Verzeichnis können andere Nutzer der Tauschbörse dann zugreifen, um sich darin enthaltene Dateien herunterzuladen.

Das kann im Zusammenhang mit dem Urheberrecht zum Problem werden, da Sie Dateien die Sie gerade herunterladen, sowie bereits heruntergeladene Inhalte, anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie bei unserem Partnerportal "Surfer haben Rechte" vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) oder auf dem Informationsportal iRights.info (siehe Linkliste).

Ein zweites, nicht weniger gewichtiges Problem kann dadurch entstehen, dass Sie mit Schadprogrammen infizierte Dateien weiterverbreiten. Löschen Sie infizierte Dateien daher sofort nachdem diese von Ihrem Antiviren-Programm erkannt wurden.

Die meisten Tauschbörsen-Programme bieten des Weiteren die Möglichkeit, Verzeichnisse zu bestimmen, die für andere Nutzer freigegeben werden sollen. Achten Sie bei der Nutzung dieser Funktion sehr genau darauf, was Sie anderen zugänglich machen. Sind diese erst einmal im Netz, dann können Sie persönliche Dateien nicht wieder zurückholen oder löschen. Stellen Sie sich vor, Ihre privaten Urlaubsbilder oder Ihre Steuererklärung würden so in die Öffentlichkeit gelangen.

Oftmals werden mit der Freigabe eines Verzeichnisses nicht nur die darin enthaltenen Dateien für andere Nutzer freigegeben, sondern auch alle Dateien in sämtlichen Unterverzeichnissen. Vergewissern Sie sich also, dass Sie auch wirklich nur Dateien für andere freigeben, die Sie anderen zugänglich machen wollen. Sonst verbreiten Sie Ihre vertraulichen Daten ganz schnell unbemerkt im Internet.

Hinweis: Bei der Nutzung von Internet-Tauschbörsen müssen Sie das Urheberrecht beachten! Auf der Website von iRights.info (siehe Linkliste) können Sie sich über urheberrechtliche Fragen informieren.