Wie funktionieren Cookies?

Vertiefung im Thema Sicher surfen
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Wie Cookies im Internet gespeichert und wieder ausgelesen werden
Cookies werden verwendet, um Sitzungen auf Websites zu verwalten, virtuelle Einkaufswägen zu speichern oder Nutzerverhalten aufzuzeichnen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung vieler Dienste im Internet. Aber wie genau funktionieren Cookies eigentlich? Wie ermöglichen sie es Websites, eine Vielzahl komfortabler Dienste anzubieten?

Wenn Sie im Internet surfen und dabei eine Webseite aufrufen, dann schickt Ihr Browser an die entsprechende Website im Internet eine Anfrage nach der gewünschten Seite. Vorsicht: Rufen Sie http://www.beispiel.org/seite1.html oder http://www.beispiel.org/seite2.html auf, dann handelt es sich dabei jeweils um unterschiedliche Seiten derselben Website http://www.beispiel.org. Die Website ist also sozusagen das Buch und Webseiten die einzelnen Seiten daraus.

Wird die aufgerufene Webseite durch den Server der Website gefunden und möchte diese ein Cookie speichern, dann schickt der Server dem Browser, zusammen mit der angeforderten Seite, eine kleine Cookie-Datei. Diese Datei wird dann vom Browser gespeichert (siehe Abb.1). Abb. 1: Kommunikation zwischen Browser und Website-ServerAbb. 1: Kommunikation zwischen Browser und Website-Server Jedes Mal, wenn Sie mit Hilfe des Browsers diese Seite erneut oder eine andere Webseite derselben Website aufrufen, dann sendet der Browser das Cookie an die Website. Diese interpretiert dann die in dem Cookie gespeicherten Werte. Bei diesen Werten kann es sich beispielsweise um eine Sitzungsnummer handeln. Dadurch weiß zum Beispiel eine Webshop-Website sofort, welche Gegenstände bereits in Ihrem virtuellen Einkaufswagen liegen.

Am Anschluss daran kann bei der Übertragung der neu angeforderten Seite dann wiederum ein Cookie eingefügt werden, das andere Werte enthält.

Third Party Cookies

Im Vergleich zu Cookies, die direkt vom Betreiber der Website gesetzt werden und „First Party Cookies“ genannt werden, gibt es auch Cookies, die von anderen Anbietern stammen. Diese Cookies werden „Cookies von Drittanbietern“ oder „Third Party Cookies“ genannt. Denn oftmals enthalten die im Browser angezeigten Webseiten auch Inhalte, wie beispielsweise Bilder, Werbebanner und weitere Objekte (z.B. Filme), die von anderen Websites stammen. Diese lädt der Browser von anderen Servern im Internet nach. Zusammen mit den angefragten Inhalten werden unter Umständen auch Cookies an den Browser übertragen. Bei diesen Cookies handelt es sich um die genannten Cookies von Drittanbietern, weil Sie von Dritten, also nicht dem Server der im Browser aufgerufenen Website, stammen (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Kommunikation zwischen Browser und Servern beim Setzen von Third Party CookiesAbb. 2: Kommunikation zwischen Browser und Servern beim Setzen von Third Party Cookies Manche Cookies wiederum werden erst bei Ihnen auf dem Computer durch kleine Programme erzeugt. So wird mit dem Aufruf einer Webseite oftmals nicht nur ein oder mehrere Cookies von einer Website gesetzt, sondern gleich mehrere Cookies von verschiedenen Websites.