Aus, aus, aus . . . für Scroogle

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Scroogle ist Vergangenheit. Der Betreiber hat den Dienst quittiert. Für immer.

"Es war einmal" heißt es ab sofort, wenn von Scroogle die Rede ist. Die datenschutzfreundliche Schnittstelle zu Google hat den Betrieb vollständig und unwiderruflich eingestellt. Das hat Scroogle-Betreiber Daniel Brandt gegenüber Betabeat in einer E-Mail erklärt.

In den vergangenen Wochen konnte Scroogle häufig und für längere Phasen keine Suchanfragen beantworten. Darüber habe ich hier im Blog ja berichtet.

Brandt macht für die Probleme sowohl Googles unfreundliches Verhalten (siehe "Don't be evil? -- Forbidden!") gegenüber Suchanfragen via Scroogle als auch DDOS-Angriffe auf seine Server von Unbekannten verantwortlich.

Von den Angriffen war nicht nur die Domain scroogle.org betroffen sondern auch namebase.org, google-watch.org, cia-on-campus.org, and book-grab.com. Diese Domains hatte Brandt unter seinem Namen teils schon in den 1990er Jahren registriert.

RIP, Scroogle! Du wirst mir fehlen!

Was wird nun aus der datenschutzfreundlichen Internetsuche? Schwer zu sagen. Vielleicht entwickelt in absehbarer Zukunft ja jemand eine Alternative? Wie auch immer, ich werde Sie an dieser Stelle über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für die Zwischenzeit empfehle ich Ihnen, sich so gut wie möglich vor den Datensammlern und -verwertern zu schützen, zum Beispiel mit Firefox-Add-ons. Meine wichtigsten Add-on-Empfehlungen für Firefoxnutzer:

  • NoScript;
  • Adblock Plus;
  • RefControl;
  • BetterPrivacy;
  • Ghostery;
  • Redirect Remover.

Die können Sie alle bei Mozilla finden.

Und statt Google sollten Sie ab und zu eine andere Suchmaschine nutzen, z.B. ixquick oder Bing (Microsoft).